MacBook Pro ist 20: Ein Blick zurĂĽck

Am Wochenende hat Apples Profi-Notebook-Linie ein Jubiläum gefeiert. Seit dem Beginn hat sich einiges verändert – von Intel zu Apple Silicon.

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MacBook Pro von 2006

MacBook Pro von 2006: Das PowerBook hatte ausgedient.

(Bild: Apple)

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Apples MacBook Pro hat am Wochenende ein besonderes Jubiläum gefeiert: Seit ziemlich genau 20 Jahren ist die Modellreihe nun auf dem Markt. Bei einer seiner damals noch üblichen Keynotes hatte Apple die ersten Geräte als Nachfolger für das PowerBook G4 am 10. Januar 2006 erstmals präsentiert. CEO Steve Jobs führte die neue Baureihe ein, indem er von einem „lästigen kleinen Problem“ sprach, das es bei den PowerPC-Maschinen zu beheben gab: ausreichend Leistung in einem kompakten Gehäuse. So war es Apple niemals gelungen, einen tragbaren G5-Rechner zu bauen, da dessen TDP-Wert (Thermal Design Power) unpassend gewesen wäre. Der Umstieg auf Intel-Prozessoren passte hier dementsprechend besonders gut, denn damals waren x86-Geräte hier noch deutlich konkurrenzfähiger als heute (dazu später mehr).

Der Konzern nahm die neue Gerätelinie zum Anlass, auch eine Umbenennung vorzunehmen: Aus dem PowerBook wurde das MacBook Pro. Belächelte man den Namen anfangs – „Mac-Buch Professional“ klang ja etwas merkwürdig –, setzte sich dieser, ähnlich wie beim iPad, schnell durch. Das MacBook Pro war bei der Keynote zur Macworld San Francisco ein typisches „one more thing“, also ein Produkt, das lange erwartet worden war und dann zum Schluss der Veranstaltung als „Überraschung“ erschien.

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Zwei Konfigurationen bot Apple an: eine mit 1,67-GHz-Core-Duo, 512 MByte RAM und 80 GByte großer Festplatte und eine mit 1,83-GHz-Core-Duo, 1 GByte RAM und 100 GByte großer Festplatte. Beide Maschinen hatten einen 15,4 Zoll großen Bildschirm und noch kein Unibody-Gehäuse. Nach dem 15-Zoll-Modell folgten einige Monate später auch (für heutige Verhältnisse riesige) 17-Zoll-Modelle. Im Mai 2006 erschien ein erstes MacBook (ohne Pro) als Nachfolger des iBook G4. 2009 wurde auch das kleinere Modell Pro-ifiziert.

Viele wichtige Technologien feierten im MacBook Pro ihr Debüt. Dazu gehörte die mit dem ersten Modell eingeführte MagSafe-Anbindung für das Netzteil, die Retina-Displays mit hoher Auflösung oder die bereits erwähnte Unibody-Gestaltung, bei der (fast) das gesamte Gehäuse aus einem Alu-Block gefertigt wurde, was die Haltbarkeit erhöhte. Zwischenzeitlich gab es aber auch schlechte Experimente wie etwa die nervige Butterfly-Tastatur, die sich zu einem Serienfehler entwickelte, oder die OLED-Leiste „Touch Bar“, die sich bei der Nutzerschaft nie durchsetzte.

Die wohl wichtigste Weiterentwicklung war jedoch Apples ARM-Switch im Jahr 2020. Das MacBook Pro gehörte neben dem MacBook Air und dem Mac mini zu den ersten Maschinen, die einen M1-Prozessor erhielten. Apple Silicon sorgte dafür, dass die Geräte deutlich kühler und schneller liefen, denn zum damaligen Zeitpunkt war die x86-Technik zumindest aus Apples Perspektive an ihre Grenzen geraten.

Das erste MacBook Pro M1 orientierte sich noch am Intel-MacBook (samt weniger USB-C-Ports), doch mit dem M1 Pro und M1 Max aus Oktober 2021 gab es deutliche Verbesserungen: Endlich wieder diverse Ports, auch wenn das Gehäuse minimal dicker wurde. Nun warten die User auf das nächste „one more thing“, nämlich den Wechsel der Display-Technik hin zu OLED, nachdem Apple zuletzt vor allem stets neue M-Chips verbaute. Derzeit sieht einiges danach aus, dass es im Herbst soweit sein könnte.

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(bsc)