Liquid Glass: Nutzer zögern offenbar mit Upgrade auf iOS 26

Apple-Nutzer wechseln oft schnell auf neue iPhone-Betriebssysteme. Bei iOS 26 war das nur eingeschränkt so.

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Neuerungen in iOS 26

iOS 26: Unbeliebter als frĂĽhere Betriebssysteme.

(Bild: Apple)

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Ist iOS 26 ein Flop? Offizielle Zahlen, wie sie Apple sonst relativ regelmäßig veröffentlicht, sind aktuell noch nicht verfügbar, doch externe Analysen gehen mittlerweile davon aus, dass Nutzer deutlich weniger schnell auf das neue Betriebssystem aktualisieren, als man es beim iPhone gewohnt ist. Die aktuellen Angaben stammen vom Anbieter Statcounter, der Website-Besucher und App-Nutzer zählt – und das über Plattformen hinaus. Die jüngsten Monatszahlen aus dem Januar 2025 besagen, dass iOS 26.1 und iOS 26.2 unter den iOS-Nutzern (iPadOS wird mitgezählt) auf zusammen 15,31 Prozent kommen.

iOS 26 wird nicht einzeln aufgeführt – möglicherweise, weil frustrierte Nutzer flott auf das erste größere Update aktualisiert haben, von dem sie sich Verbesserungen erhofften. Absolut führend bleiben iOS 18.5, 18.6 und 18.7 mit zusammen 64,43 Prozent. Es ist unklar, wie realistisch die Zahlen von Statcounter sind – aber es gibt zumindest Vergleichswerte. Im Januar 2025 kamen alle Versionen von iOS 18 bereits auf über 62 Prozent, auch dieses war im September zuvor erschienen. Damit hätte sich Apples Adoptionsrate mal eben geviertelt.

Apple selbst nennt auf seiner offiziellen Zahlen-Website zur iOS-Verteilung keine frischen Daten, hier werden noch Infos vom Juni 2025 verbreitet. Damals erreichte iOS 18 unter den App-Store-Nutzern satte 88 Prozent bei iPhones der letzten vier Jahre.

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Apple hatte mit iOS 26 seinen neuen Liquid-Glass-Look eingeführt, der schnell kontrovers wurde. An diversen Stellen wurde das Betriebssystem nicht nur optisch angepasst, sondern auch in Sachen Bedienung. Nutzer, die wenig Zeit dafür hatten, sich mit dem großen Umbau zu beschäftigen, aktualisierten daher anfangs offenbar deutlich weniger schnell als zu iOS-18-Zeiten. Pikant: Der für das neue System ultimativ verantwortliche Manager, Alan Dye, ging – vermutlich für (sehr) viel Geld – kürzlich zu Meta, um dort an „KI als neuem Designmaterial“ zu arbeiten.

Mit iOS 26.1 und 26.2 hatte Apple bereits am Look und den Einstellungen geschraubt. Die schlimmsten Patzer wurden mittlerweile behoben, etwa unleserliche Icons oder Menüs. Am grundlegenden Look, der sich auch auf iPadOS, macOS, watchOS und tvOS erstreckt, hat sich nichts geändert. Zahlen zu deren Upgrade-Raten nennt Apple nicht.

Update

Safari in iOS 26 identifiziert sich aus Datenschutzgründen mittlerweile mit einer falschen Versionsnummer – als iOS 18. Dies soll ein Fingerprinting erschweren. Wir haben bei Statcounter angefragt, inwiefern dies Einfluss auf die Zahlen hat und ob neben dem User-Agent-String noch weitere Methoden verwendet werden, das Betriebssystem zu identifizieren.

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(bsc)