VLC mit offizieller Windows-on-ARM-Version

Der VLC Media Player 3.0.23 ist offiziell nativ fĂĽr Windows auf ARM-Plattformen verfĂĽgbar. Er bringt weitere Verbesserungen mit.

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VLC-Logo vor blauem Hintergrund

(Bild: heise medien)

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Der VLC Media Player ist in Version 3.0.23 erschienen. Die Fassung korrigiert mehrere sicherheitsrelevante Fehler, hat jedoch auch einige bedeutende Verbesserungen und Neuerungen zu bieten.

Die Entwickler haben das Release zunächst laut eigener Einstufung nur als „kleine Verbesserung“ nachgeschoben und das Changelog fällt auch eher kurz aus. Die Release-Ankündigung auf der VLC-Webseite hat jedoch auch Knüller zu bieten.

Besonders sticht die Unterstützung für Windows auf ARM-Prozessoren hervor. Und zwar nicht nur für aktuelles Windows 11, sondern bis zurück zu Windows 10 RS5 17763, besser als Build 1809 bekannt und somit bereits 7 Jahre alt. Für viele vermutlich überfällig ist zudem die Unterstützung des Dark Mode für eine augenschonende Anzeige – sowohl für Linux als auch für Windows. Wer VLC unter Windows nutzt, kann die gerade wiedergegebene Datei nun währenddessen umbenennen, verschieben oder sogar löschen.

Ohne ins Detail zu gehen, nennen die VLC-Programmierer verbesserte Wiedergabe von diversen Formaten sowie bestimmte Untertitel. Die Codecs dav1d, ffmpeg und libvpx sind auf aktualisiertem Stand, ebenso „die meisten“ Drittanbieter-Bibliotheken. Die Demuxer zum Verarbeiten der verschiedenen Datenströme haben durch Berichte der Ruhr-Universität Bochum und von oss-fuzz eine große Anzahl von Stabilitätsverbesserungen erhalten.

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Die Weiterentwicklung der Software wird durch eine „generöse Sponsorenschaft“ des Sovereign Tech Fund unterstützt, teilen die VLC-Entwickler mit. Die aktuelle Version enthält zudem einige Sicherheitsupdates. Im Vergleich zur Version 3.0.22 bessert VLC 3.0.23 weniger Schwachstellen aus. Dazu zählen jedoch eine korrigierte „Null Deref“ in libass, was anscheinend eine Null-Pointer-Dereferenzierung meint oder ausgebesserte „undefinierte Shifts“ in Theora und CC-708. Eine potenzielle Endlosschleife des h264-Parsers sowie einen Pufferüberlauf in der PNG-Verarbeitung und mehrere „Format-Überläufe“ sind mit der aktuellen VLC-Fassung ebenfalls Geschichte.

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(dmk)