Siri mit Googles Gemini: Diese Features sind geplant

Apple hat sich entschieden: Der Konzern holt sich für Siri Technik von außen. Einem Bericht zufolge gibt es erste Infos, was mit Google-Hilfe kommt.

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Apples Siri

Apples Siri: Schon vorletztes Jahr wurden Verbesserungen angekündigt.

(Bild: Koshiro K / Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nach Apples offizieller Bestätigung, dass bei Siri bald Google-Technik zum Einsatz kommen wird, fragen sich viele Nutzer, was das praktisch heißt. Geplant sind offenbar mehr als ein halbes Dutzend neuer Funktionen für die Sprachassistentin, die seit Jahren als stark veraltet gilt. Nun sind erste Details durchgesickert, was konkret geplant ist. Die Angaben stammen von einer ungenannten Person, die am Projekt beteiligt war und mit dem in Kalifornien beheimateten Newsdienst The Information sprach.

Zur Erinnerung: Apple hatte bereits im Sommer 2024 eine neue kontextsensitive Siri mit weiteren intelligenten Funktionen angekündigt, diese dann aber mehrfach verschoben. Mittlerweile gilt das Frühjahr 2026 als Erscheinungstermin, vermutlich mit iOS 26.4, iPadOS 26.4 und macOS 26.4, sollte es nicht wieder Probleme geben. Zwischenzeitlich hieß es, Apple habe festgestellt, dass die alte Technikgrundlage nicht passt und der Konzern auf eine zweite, bessere umsteigen wollte. Doch offenbar klemmte es bei dieser – und dem verwendeten Apple Foundation Model – doch mehr als erhofft. Der Ausweg ist nun Googles Gemini, das, so betont Apple, auf den eigenen Cloud-Servern (Private Cloud Compute, PCC) laufen soll. Daten soll der Internetriese für sich nicht abzweigen dürfen, er soll Dienstleister sein, wie es hieß.

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Laut The Information soll Siri dank Gemini deutlich verständiger werden. Das Google-Grundmodell liefert demnach das Weltwissen für Siri und kann Fragen in nahezu allen Bereichen beantworten und im Plauderton mit dem Nutzer kommunizieren, wie man das von Voice-Mode-KIs kennt. Siri soll zudem auf Wunsch Geschichten erzählen, angeblich auch emotionalen Support leisten, wenn gewünscht, und agentische Tätigkeiten ausführen, etwa Flüge buchen. Wie letzteres umgesetzt wird, ist noch unklar. Apple hatte zuvor auch eine Steuerung von Apps via Siri versprochen sowie die Möglichkeit, Bildschirminhalte zu lesen.

Eine Mischung aus Apple- und Google-Technik soll weiterhin die kontextsensitive Siri ermöglichen, die Apple versprochen hat: Etwa eine Steuerung von Apps – genannt wird das Erstellen eines Rezeptes direkt in der Notizen-App – oder die Nutzung vorhandener Konversationen, um auf diese einzugehen. Schließlich wird es auch „proaktive“ Features geben, die sich beispielsweise auf den Kalender stützen und warnen, wenn es etwa auf dem Weg zu einem Termin viel Verkehr gibt.

Die involvierte Person bestätigte gegenüber The Information weiterhin, dass Siri mit Gemini Apples Datenschutzversprechen einhalten soll. Neben PCC auf Apples eigenen Chips wird offenbar auch ein lokales Modell zum Einsatz kommen – Google Gemini hat hierzu verschiedene Varianten parat. Google soll „signifikant viel Aufwand“ betrieben haben, damit Gemini auf Apple-Technik läuft, hieß es. Siri-Antworten, die nur aus Web-Links basieren, soll es nicht mehr geben. Die Sprachassistentin soll aber Quellen für ihre Informationen nennen.

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(bsc)