Anonymisierendes Linux: Tails 7.4 korrigiert kleine Probleme
Die anonymisierende Linux-Distribution fĂĽr den USB-Stick Tails ist in Version 7.4 erschienen. Sie bessert kleine Fehler aus.
(Bild: heise medien)
Die Linux-Distribution zum Mitnehmen auf dem USB-Stick und zum anonymen Surfen im Netz auf fremden Rechnern, Tails, ist in Version 7.4 erschienen. Die Software ist darin wieder auf aktuellem Stand, außerdem korrigieren die Programmierer kleinere Ärgernisse, die auftreten konnten.
In der Versionsankündigung zu Tails 7.4 heben die Entwickler besonders hervor, dass sich die Einstellungen für Sprache, Keyboard-Layout und Zahlenformate im Willkommensbildschirm von Tails nun auch auf USB-Sticks speichern lassen. Beim nächsten Start werden sie automatisch angewendet. Sofern Interessierte die Option aktivieren, speichert Tails diese Informationen unverschlüsselt auf dem USB-Stick. Das soll insbesondere für die Eingabe der Passphrase zum Entsperren des persistenten Speichers nützlich sein und das vereinfachen.
Tails: Aktualisierte Softwarepakete
Die mitgelieferte Software haben die Tails-Maintainer wie gewohnt auf aktuelle Stände gebracht. Der Tor-Browser kommt in Version 15.0.4 mit, der Mailer Thunderbird hingegen in Fassung 140.6.0. Den Linux-Kernel hieven die Entwickler auf Version 6.12.63.
Kleinere Problemchen haben sie zudem ausgebessert. In Kleopatra klappt das Öffnen von .gpg-verschlüsselten Dateien mittels Doppelklick oder „Öffnen mit Kleopatra“-Verknüpfung wieder. Beim Entsperren von VeraCrypt-verschlüsselten Laufwerken führt eine falsche Passworteingabe nicht mehr zum Absturz des Desktops. Das 24-Stunden-Zeitformat soll nun konsistent in der oberen Navigationsleiste und auf dem Sperrbildschirm genutzt werden.
Die Unterstützung für Bittorrent-Downloads hat das Tails-Projekt jetzt aufgegeben. Es ist eine Verschiebung von Bittorrent v1 zu v2 im Gange, und dabei können die bisherigen v1-Dateien zu Sicherheitsbedenken führen. Worin das Problem genau liegt, erörtert das Tails-Team nicht. Die Tails-Macher verweisen jedoch darauf, dass eine Migration zu Bittorrent v2 die Migrations- und Wartungskosten nicht rechtfertigt und der direkte Download von einem der offiziellen Download-Mirrors üblicherweise schneller ist. Es sind weiterhin Versionen zum Verfrachten auf USB-Stick und ISO-Abbilder etwa zum DVD-Brennen verfügbar.
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Im vergangenen Dezember haben die Entwickler die Version 7.3.1 der anonymisierenden Linux-Distribution Tails herausgegeben. Dabei haben sie Version 7.3 übersprungen und eine Sicherheitslücke in einer Softwarebibliothek geschlossen, bevor die Fassung veröffentlicht wurde. Ansonsten hatte das Release im Wesentlichen die Kernkomponenten auf aktuellen, sicheren Softwarestand gebracht.
(dmk)