Windows Updates: Weitere Nebenwirkungen auf klassisches Outlook

Microsofts Januar-Sicherheitsupdates für Windows 11 stören offenbar auch Outlook. Microsoft untersucht Probleme mit POP-Mail-Konten.

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WIndows-Update-Suche mit "Achtung"-Schild

(Bild: heise online / dmk)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Sicherheitsupdates, die Microsoft am Januar-Patchday für Windows 11 veröffentlicht hat, erzeugen weitere unerwünschte Nebenwirkungen. Das klassische Outlook kann einfrieren oder hängen, wenn damit POP3-Mailkonten verwaltet werden.

Das hat Microsoft nun in einem Support-Artikel eingeräumt. Ursächlich ist offenbar das Update KB5074109 für Windows 11 24H2 und 25H2, das Microsoft zum Patchday in der Nacht zum Mittwoch vergangener Woche veröffentlicht hat.

„Nachdem Windows 11 mit den Januar-Updates aktualisiert wurde, berichten User mit Outlook POP-Konten-Profilen, dass sich Outlook nicht korrekt schließt. Das bedeutet, dass Outlook nicht wieder startet, nachdem es beendet wurde“, schreibt Microsoft. „Zudem berichten einige Nutzerinnen und Nutzer von Hängern oder eingefrorenem Outlook“, ergänzen die Entwickler. Es handele sich um ein „aufkommendes Problem“, zu dem Microsoft noch nicht alle Symptome kenne.

Die Outlook- und Windows-Teams untersuchen das Problem derzeit noch immer. Zu dem Problem gibt es eine Diskussion in den Learn-Foren von Microsoft. Dort können Betroffene Fragen stellen oder Rückmeldungen liefern. Eine Lösung gibt es demnach bislang nicht. Die bislang akzeptierte Lösung im Forum ist die Deinstallation des Sicherheitsupdates vom Januar. Das ist jedoch keine gute Idee, da die Updates bereits in freier Wildbahn attackierte Sicherheitslücken abdichten.

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Die Januar-Patches hatten bereits weitere Störungen verursacht. Etwa das nur noch im Enterprise- und Edu-Bereich unterstützte Windows 11 23H2 konnte nach der Installation der Sicherheitsaktualisierungen nicht mehr korrekt in den Schlafmodus wechseln oder herunterfahren. So ziemlich alle unterstützten Windows-Versionen für Desktop und Server hatten nach dem Anwenden der Patchday-Softwareflicken Verbindungsprobleme der Windows App mit Windows 365 sowie Azure Virtual Desktop zu beklagen.

Am Wochenende hatte Microsoft deshalb Updates auĂźer der Reihe nachgeschoben. Die sind fĂĽr diverse Windows-Versionen verfĂĽgbar und korrigieren die Probleme der Windows-App mit Remote-Desktop-Verbindungen. Auch fĂĽr Windows 11 23H2 haben die Entwickler ein weiteres Out-of-Band-Update geliefert, um die Probleme mit dem Herunterfahren und Ruhezustandsmodus einzuhegen.

(dmk)