Nicht mehr nur ein Preis: Setapp bald mit Einzel-App-Abos

Der Softwareabodienst, der kürzlich seinen iOS-App-Laden schloss, sucht offenbar nach neuen Einnahmequellen. Bald gibt es nicht mehr nur „All you can eat“.

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Aktuelles Prinzip von Setapp

Aktuelles Prinzip von Setapp: Einmal blechen, alles kriegen.

(Bild: Setapp)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der besonders auf dem Mac beliebte Softwaredienst Setapp, den es bislang als Flatrate-Abonnement mit Zugriff auf alle verfügbaren Apps gibt, plant offenbar einen Umbau oder zumindest eine Erweiterung seines Geschäftsmodells. Darauf deuten Änderungen in den Geschäftsbedingungen (Terms of Use, TOU) hin, die am Dienstagabend an die Nutzer gingen. Sie treten, sollte man nicht kündigen, ab dem 19. Februar 2026 in Kraft.

Erstmals inkludiert ist darin das sogenannte Setapp-Single-App-Format, eine „neue Funktionalität“, die „Abonnements für separate Apps“ ermöglichen soll. Das wäre neu für Setapp: Das „All you can eat“-Modell wäre damit durchbrochen, der Dienst würde sich also eher Apples App Store mit seinen Einzelabos nähern. Es sieht allerdings danach aus, dass es sich um ein Zusatzangebot für Entwickler handelt, nicht um eine generelle Änderung des Geschäftsmodells.

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Die Preise für solche Single-App-Abos legen laut TOU die Entwickler selbst fest. Setapp bereitet das Angebot schon seit Längerem vor. So gibt es im Supportbereich für Entwickler ein Dokument aus dem vergangenen Sommer, in dem erläutert wird, wie man mit Hilfe des Payment-Dienstleisters Stripe agiert, um Single-App-Abos einzuziehen. Hier gibt es auch den Screenshot für mögliche Preismodelle. Entwickler können Abos für 1, 3, 6 oder 12 Monate festlegen, zudem einen Einmalkauf. Auch gibt es auf Wunsch Preisdifferenzen zwischen 1, 3 oder 5 Geräten. „Wir werden weitere Informationen mit Ihnen teilen, sobald neue Funktionen verfügbar sind“, schreibt Setapp.

Der Ansatz scheint zu sein, Setapp stärker zu einer App-Vertriebsplattform zu machen, wie dies Apple tut. Erste Ansätze in diese Richtung gab es bereits. So hatte Setapp als eines der ersten Unternehmen in der EU einen alternativen App-Marktplatz (Alternative App Marketplace, AAP) für das iPhone geschaffen. Allerdings entschieden sich die Ukrainer, das Angebot wieder einzustellen. Zum 16. Februar 2026 ist Schluss mit Setapp Mobile. Der Dienst war Teil des bisherigen Flatrate-Abos und hatte immerhin 50 Apps – viel tat sich hier zuletzt aber nicht.

Offenbar lohnte sich das Geschäft nicht, was Setapp zur Aufgabe zwang. Dabei wäre es möglich gewesen, über den AAP auch Einzelabos zu verkaufen. Dies scheint man nun über die Website oder die Mac-App durchführen zu wollen. Mac & i hat bei Setapp angefragt, wann das neue Modell beginnt und welche Auswirkungen es auf die bisherige Flatrate haben könnte. Denkbar wäre etwa, dass sich Entwickler entscheiden, von „All you can eat“ auf Einzelabos umzusteigen – das wäre für die bisherigen User schlecht.

Update

Setapp hatte laut Hinweisen auf Reddit bereits im vergangenen Sommer eine Änderung seiner TOU angekündigt, die den Verkauf von Einzelabos ermöglichen sollte. Diese wurde dann aber aus unbekannten Gründen nicht umgesetzt. Nun tauchen die entsprechenden Angaben aber auf.

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(bsc)