Dank iPhone 17: Apple in China erneut vorne
Der zwischenzeitlich schwierige Markt der Volksrepublik ist für Apple aktuell kein Problem mehr – zumindest beim Smartphone-Marktanteil.
Ein Apple-Geschäft in China.
(Bild: Apple)
Apples Probleme auf dem chinesischen Markt beim iPhone gehören offenbar der Vergangenheit an: Nachdem sich nach Veröffentlichung des iPhone 17 im September schon angedeutet hatte, dass die Vorbestellungen hervorragend laufen, liegen nun erste valide Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Sie stammen wie üblich nicht von Apple selbst, denn der Konzern macht seit Jahren keine Angaben zu Verkäufen mehr. Stattdessen kommen sie vom Marktforscher Counterpoint, der üblicherweise als verlässlich gilt. Den Angaben zufolge konnte Apple in einem schwierigen Gesamtmarkt wachsen und stellt mit dem iPhone das führende Smartphone in der Volksrepublik.
Großes Interesse am iPhone 17
Insgesamt schrumpfte der chinesische Smartphone-Markt um 1,6 Prozent. Doch Apple betraf das nicht: Der Konzern wuchs mit dem iPhone um satte 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das iPhone 17 habe eine starke Zugkraft entwickelt, so Counterpoint. Der Marktanteil von Apple liegt jetzt bei 21,8 Prozent. Oppo landete mit 15,8 Prozent auf Rang zwei, gefolgt von Vivo (15,7 Prozent), Huawei (14,6 Prozent) und Xioami (13,7 Prozent) und Honor (13,4 Prozent). Der Bereich Sonstige, zu dem auch Samsung gehört, das in China inzwischen kaum mehr eine Rolle bei den Smartphones spielt, erreichte 5 Prozent.
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Nicht gelungen ist es Apple allerdings, auf Jahressicht den chinesischen Marktführer zu stellen – wenn auch nur knapp. Der Konzern landete mit dem iPhone bei 16,7 Prozent auf Rang 2, die Nummer eins war Huawei (16,9 Prozent), das auch aus patriotischen Gründen gerne gekauft wird. Bei der Modellverteilung gewann Apple vor allem mit dem Standardmodell und den Pro-Varianten.
iPhone Air und die Trump-Frage
Beim iPhone Air sah es erwartungsgemäß schlechter aus. „Die verspätete Markteinführung und die Kompromisse zwischen Schlankheit und Funktionsumfang führten zu einem langsamen Start“, so Counterpoint-Senioranalyst Ivan Lam. Es sei dennoch „ein bedeutendes Produkt, nicht nur als Erkundung des ultradünnen Designs, sondern auch im Hinblick auf die längerfristigen strukturellen Auswirkungen auf den heimischen Markt für Smartphones mit eSIM.“ Der Konzern hatte beim Air erstmals in China ein reines eSIM-Modell offeriert, was ihn viel Überzeugungsarbeit bei den lokalen Mobilfunkern kostete.
Schon im vergangenen Sommer deutete sich an, dass Apple beim iPhone seine chinesische Krise langsam überwindet. Noch Anfang 2025 war Apple auf Rang 3 im Marktranking gefallen. In Sachen Politik ist es derzeit zwischen den USA und China recht ruhig, nachdem die erste Phase der zweiten Trump-Administration von vielen Konflikten geprägt war. Ob das so bleibt, ist aber unklar.
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(bsc)