iOS 26 und 27: Was Googles Gemini an KI für iPhone-User bringen könnte
Zerschlägt Apple den gordischen KI-Knoten dank Google-Hilfe? Schon bald dürfte es sich zeigen. Ein Funktionsüberblick.
Google Gemini-App: Die braucht es auf dem iPhone dank Integration bald nicht mehr – möglicherweise.
(Bild: mundissima/Shutterstock.com)
Apple und KI – bislang etwas, was nur wenig zusammenpasst. Apple Intelligence gilt gegenüber ChatGPT, Claude und sogar Copilot als unterlegen, selbst Alexa hat Siri dank generativer KI mittlerweile überholt. Doch in den kommenden Monaten soll sich auch dank Google-Hilfe einiges tun: Apple plant, seit vorletztem Jahr angekündigte Funktionen endlich umzusetzen sowie, zumindest laut Gerüchteküchen, endlich einen eigenen Chatbot auf den Markt zu bringen. Eine Übersicht der Features, die in Sachen Apple-KI bald kommen könnten.
Erst mal iOS 26.4
Die ersten Neuerungen kommen mit iOS 26.4, das Ende März bis Anfang April erscheinen wird. Zuvor ist allerdings noch iOS 26.3 dran, das mit einigen Fehlerbehebungen sowie neuen Möglichkeiten, Daten zu und von Android-Geräten zu übertragen, vermutlich im Februar kommt. iOS 26.4 soll die lange annoncierten Siri-Verbesserungen ermöglichen. Diese werden wohl im Februar erstmals als Beta testbar sein. Sie kommen unter anderem mit der Möglichkeit, persönliche Daten vom Gerät auszulesen und mit diesen zu arbeiten (kontextsensitive Siri), der Erkennung von Bildschirminhalten (um direkt mit Apps zu interagieren) sowie neuen Features zur direkten Kontrolle von iOS-Programmen. Letzteres funktioniert aber nur sofern Entwickler die entsprechende App-Intent-Schnittstelle umsetzen. Alle Funktionen stehen ab dem iPhone 15 Pro bereit und wurden mehrfach verschoben, ursprünglich bereits im Sommer 2024 angekündigt.
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Unklar ist, ob Apple die kontextsensitive Siri mit Googles Gemini umsetzt oder eigene Sprachmodelle nutzt – im Oktober soll es bei letzterem angeblich interne Bedenken zu ihren Fähigkeiten gegeben haben. Grundsätzlich gilt: Apple nutzt zwar gegen Bezahlung Googles Gemini in der jeweils aktuellen Generation samt Finetuning, doch Google selbst soll keine Daten bekommen – stattdessen läuft die Software in Apples eigener (oder zumindest selbst angemieteter und kontrollierter) Cloud-Infrastruktur. Der Konzern wird wohl auch nicht eigens darauf hinweisen, dass er Google-Technik nutzt, auch wenn dies öffentlich eingeräumt wurde.
Richtig los geht es erst ab Herbst
Wirklich spannend wird es allerdings erst später in Sachen Apple Intelligence und Siri. Die ebenfalls geplante Chatbot-Funktion wird nicht mehr im Rahmen von iOS 26 an die Kunden gehen, sondern erst mit iOS 27 (sowie iPadOS 27 und macOS 27), das im Herbst 2026 erscheint. Hier plant Apple bisherigen Berichten zufolge im Sommer auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC 2026 einen größeren „Reveal“: Die seit 2011 verfügbare Sprachassistentin soll endlich konversationsfähig werden. Wie von Voice-Mode-Anwendungen bei ChatGPT und in der Gemini-App gewöhnt, kann man mit Siri dann plaudern, sie merkt sich Gespräche und agiert als Assistent. Siri soll unter anderem Wissensfragen beantworten (ohne nur Weblinks zu liefern) und – falls möglich – auch emotionalen Support leisten können. All das wäre für die Apple-Technik weitgehend neu. Das gilt auch für eine tiefe KI-Integration in Apples eigene Apps, die ebenfalls geplant ist.
Denkbar sind dabei auch agentische Fähigkeiten wie etwa das Aufrufen von Webangeboten, das Buchen von Reisen und mehr – ob Apple das angesichts technischer Bedenken und Datenschutzfragen tatsächlich umsetzt, bleibt abzuwarten. Apple erwog kurzzeitig auch, eine eigene Chatbot-App zu entwickeln, doch lieber setzt der Konzern auf systemweite Integrationen. Technische Basis ist aktuell Gemini 3, mit dessen Einzelversion von Google selbst das System laut einem Bericht von Bloomberg vom Sonntag auch mithalten können soll, insgesamt sei die neue Siri „signifikant fähiger“ als die alte.
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(bsc)