OpenAI sucht Partner: Werbung zieht schon ab Februar in ChatGPT ein

Ab Februar sollen bereits Anzeigen in ChatGPT auftauchen. Dafür sucht OpenAI zunächst Partner. Die sollen für Impressionen zahlen.

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Chatbot auf einem Smartphone in den Händen eines Menschen

(Bild: Lalaka / Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

OpenAI möchte ins Werbegeschäft einsteigen. Dafür sucht das Unternehmen bereits Kunden. Die sollen sich jeweils verpflichten, mindestens eine Million US-Dollar für Anzeigen auszugeben. Ab Februar werden die Anzeigen aus dem Test bereits ausgespielt. Das heißt: In der Gratisversion von ChatGPT und der kostengünstigsten Abovariante ChatGPT Go wird dann Werbung auftauchen.

Laut einem Bericht von The Information sollen die Werbekunden für Impressionen bezahlen. Das heißt, sobald ein ChatGPT-Nutzer eine Werbeanzeige sieht, muss der Werbetreibende dafür bezahlen. Das ist auch bei Social-Media üblich. Google hingegen wird erst bezahlt, wenn ein Nutzer auch auf einen gesponsorten Link oder eine Anzeige klickt.

Noch können Interessierte keine Anzeigen direkt selbst buchen. Es gibt bisher keine Plattform und kein System dafür. Man muss also mit OpenAI eine Partnerschaft eingehen. An einer Buchungsplattform wird jedoch bereits gearbeitet. Das dürfte dank des Einsatzes von KI ja kein Problem sein. Die macht bekanntlich Entwickler fast überflüssig oder zumindest erst einmal sehr viel schneller und effizienter. Eine Preisstruktur, wie viel eine Anzeige konkret kostet, gibt es bisher nicht.

Dass Werbung in ChatGPT einziehen wird, war schon lange vermutet worden. Erste Anzeichen für Tests fanden sich bereits vor Monaten. Vor wenigen Tagen kam dann die offizielle Bestätigung. Die Anzeigen sollen als solche erkenntlich sein und sich von der eigentlichen Antwort des Chatbots abheben. Jedoch möchte OpenAI personalisierte Werbung anbieten. Welche persönlichen Daten dafür genutzt werden, ist nicht bekannt. Die gestellte Frage, der Prompt, werden auf jeden Fall einfließen.

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Das kann dann beispielsweise so aussehen: Fragt jemand nach der Ausstattung für eine Wanderung, wird ChatGPT vielleicht noch relativ neutral Wanderschuhe, Stöcke, Rucksack und Co. auflisten, unter der Fließtextantwort würden aber etwa Anzeigen von Schuhmarken und Rucksackherstellern auftauchen. Da es bereits eine Instant-Shopping-Funktion für ChatGPT gibt, wäre es für Käufer gar nicht nötig, den Chatbot zu verlassen.

Mit der Einführung von Werbung möchte OpenAI selbst Geld verdienen, aber auch Investoren sollen glücklich gemacht werden. So hofft OpenAI, von diesen 100 Milliarden US-Dollar bekommen zu können.

(emw)