Genaue Förderbedingungen für Hybrid-Autos noch unklar
Wer ein Plug-in-Hybridauto kaufen will, kann noch nicht sicher mit einer staatlichen Prämie rechnen. Welches wichtige Detail zur Förderung noch offen ist.
(Bild: Shutterstock.com / buffaloboy)
Wer zur Anschaffung eines Plug-in-Hybridautos auf die neue Kaufprämie der Bundesregierung setzt, sollte sich nicht unbedingt auf die Förderung verlassen. Unklar ist nach Angaben des Umweltministeriums nämlich noch, welche Bemessungsgrenze für einen wichtigen Richtwert gelten soll. Zuvor hatte die Zeitschrift „auto motor und sport“ darüber berichtet.
Förderung soll rückwirkend gelten
Umweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte zu Wochenbeginn Details der neuen Förderung für Elektroautos vorgestellt. Auch für Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit „Range Extender“ soll es Geld geben. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, welche die Reichweite von Elektroautos erhöhen. Möglich ist für diese Autos eine Unterstützung zwischen 1500 und 4000 Euro vom Staat, je nach persönlichen Umständen und Fahrzeugart. Reine Elektroautos werden stärker unterstützt.
Anträge werden wohl erst im Mai möglich werden, wenn die nötige Internet-Plattform steht. Die Förderung soll aber rückwirkend für Autos gelten, die ab Jahresanfang zugelassen wurden.
Plug-in-Hybride und Autos mit Range Entender sind nur förderfähig, wenn sie nicht mehr als 60 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer ausstoßen oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Die Förderrichtlinie werde nun ausgearbeitet und solle bis Ende Februar fertig sein, erklärte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zu den noch festzulegenden Details gehöre auch die Bemessungsgrenze für die elektrische Reichweite.
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Unklare Emissionswerte
Der CO2-Ausstoß von Fahrzeugen wird auf dem Prüfstand im WLTP-Testverfahren ermittelt (Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure). Dabei gibt es verschiedene Kategorien, je nachdem, was erfasst wird. Unklar ist nun, ob der kombinierte Wert als Grundlage dienen soll. Dieser bildet laut „auto motor und sport“ auch längere Benziner-Fahrten zum Beispiel auf der Autobahn ab.
Eine Alternative wäre demnach der WLTP-Wert, der vor allem Emissionen im Stadtverkehr erfasst, wo Nutzer eher den schadstoffarmen Elektroantrieb nutzen dürften. Die Obergrenze von 60 Gramm CO2 pro Kilometer dürfte leichter zu erreichen sein, wenn der Wert für den Stadtverkehr als Grundlage dient – damit wären also potenziell mehr Modelle förderfähig.
(nie)