Apple AirTag 2 ist da: Besseres Finden, lauteres Piepsen

Für die zweite AirTag-Generation verspricht Apple Verbesserungen bei Funkreichweite und Warnlautsprecher. Eine Öse fehlt weiterhin.

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Apple AirTags

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

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Nach knapp fünf Jahren hat Apple am Montag neue AirTags angekündigt. Die äußerlich offensichtlich unveränderte zweite Generation der Bluetooth-Tracker integriert leistungsfähigere Funkchips und sorgt für lauteres Piepsen. Mit einem neueren iPhone (ab iPhone 15, iPhone Air und iOS 26.2.1) lässt sich ein AirTag 2 demnach schon aus etwas weiterer Entfernung über die „Genaue Suche“ per Ultrabreitbandfunk in der eigenen Umgebung aufstöbern. Erstmals ist es außerdem möglich, einen AirTag auch im Nahbereich direkt von der Apple Watch (ab Series 9, Ultra 2 und watchOS 26.2.1) aus zu lokalisieren.

Der lautere Speaker der AirTags 2 helfe dabei, einen Tracker leichter zu finden, wenn dieser etwa zwischen die Couch-Polster gerutscht sei, heißt es bei Apple. Ein aktualisierter Bluetooth-Chip soll obendrein für eine höhere Reichweite sorgen, sodass theoretisch auch fremde iPhones in größerer Entfernung einen verlorenen AirTag bemerken und den Standort an Apples Server respektive den Besitzer übermitteln.

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In Hinblick auf Anti-Stalking-Funktionen hat Apple keine Neuerungen angekündigt, hier könnte das lautere Piepsen möglicherweise auch helfen. Ob sich der Lautsprecher der AirTags 2 ebenso einfach deaktivieren lässt wie der Lautsprecher der ersten AirTag-Generation, bleibt vorerst offen. Apple vermarktet die Tracker nicht als Anti-Diebstahl-Tool, weil die Stalking-Warnfunktionen schließlich auch Diebe auf das Gerät aufmerksam machen können.

Der Hersteller rückt das Auffinden verlorener Gegenstände in den Vordergrund. Die Zusammenarbeit mit Fluglinien führte demnach dazu, dass sich Vorfälle von komplett verlorenem Reisegepäck um 90 Prozent reduziert haben. Nutzer können den Standort ihrer AirTags temporär mit Dritten teilen – viele Airlines haben das inzwischen in ihre Systeme integriert.

Die münzgroßen AirTags 2 passten in bestehendes Zubehör, wie Apple anmerkt. Das ist für viele Einsatzgebiete allerdings auch weiterhin zwingend erforderlich, schließlich verzichten sie unverändert auf eine Öse oder andere Aufhängevorrichtung. Für Strom sorgt weiterhin eine austauschbare Knopfzelle CR2032, die wie bisher länger als ein Jahr durchhalten soll.

Preislich tut sich nichts: Ein einzelner AirTag 2 kostet bei Apple 35 Euro, der Viererpack knapp 120 Euro. Im Handel war das Bundle meist weit unter 100 Euro zu haben. Käufer sollten aktuell allerdings genau darauf achten, ob sie noch die erste oder schon die zweite AirTag-Generation erwerben.

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In der Meldung stand ursprünglich irrtümlicherweise, die verbesserte Genauer-Finden-Funktion benötige ein iPhone 17 – tatsächlich sind alle iPhone-Modellreihen ab dem iPhone 15 mit der zweiten Generation von Apples dafür erforderlichem Ultrabreitbandchip ausgerüstet. Ausgenommen bleibt nur das iPhone 16e.

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(lbe)