AirTags 2 im Teardown: Mehr Veränderungen als von Apple erwähnt
Auf den ersten Blick hat sich bei den neuen AirTags wenig getan. Doch am Innenleben hat Apple doch geschraubt.
AirTags 2 von Apple, hier mit neuen Anhängern.
(Bild: Apple)
Apples AirTags 2 sind endlich da: Die zweite Generation der populären Bluetooth- und Ultra-Wideband-Tracker geht seit gestern an Vorbesteller, beziehungsweise ist in Apples Ladengeschäften (und vereinzelt im Handel) erhältlich. Bastler nutzten bereits die Gelegenheit, die ab 35 Euro erhältlichen Geräte auseinanderzunehmen, um zu prüfen, welche Veränderungen der Hersteller wirklich vorgenommen hat.
Denn grundsätzlich tut sich eigentlich wenig: Der Formfaktor ist unverändert. Die AirTags 2 haben nur einen lauteren Lautsprecher (um 50 Prozent) und verbessertes „Precision Finding“ (1,5-fache Reichweite) dank U2-Chip, der bereits in iPhones und Apple-Watch-Geräten steckt. Zudem wurde der Bluetooth-Funk optimiert – wie genau, verrät Apple nicht.
Lautsprecher noch entnehmbar
Die Teardowns – etwa auf YouTube und Mastodon – zeigen unter anderem eine geschrumpfte Platine, eine vergrößerte Lautsprecherspule und ein fester mit dem Gehäuse verbundener Magnet. Letzteres bedeutet, dass Modifikationen zu dessen Entfernung (um die AirTags besser für den Diebstahlschutz zu nutzen) schwerer werden. Offenbar wurde jedoch kein Tamper-Schutz integriert, der Veränderungen grundsätzlich verbietet: YouTuber Joseph Taylor entnahm sowohl Spule als auch Lautsprecher, und der AirTag 2 arbeitete wie gehabt.
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Der Sound, den der AirTag 2 von sich gibt, ist etwas höher und insgesamt wie von Apple versprochen lauter. Das Batteriefach wurde in Sachen Anschlüsse minimal verändert, was jedoch bisheriges Zubehör wohl nicht verhindert. Es wurden zusätzliche Pads auf der Platine festgestellt, die Apples Diagnose dienen könnten. Der eingebaute Mikrocontroller ist ein NRF52840. Er könnte, meint zumindest Mastodon-User @stacksmashing, gegen Fault-Injection-Angriffe so anfällig sein wie sein Vorgänger. Der Flash-Chip stammt offenbar von Winbond (W25Q64).
Für Verlegende
Unklar bleibt weiterhin, wie Apple an der Bluetooth-Reichweite gedreht hat, die sich laut dem Konzern verbessert haben soll. Erste Versuche mit den AirTags 2 (im Zusammenhang mit einem iPhone 17) zeigen, dass das Precision Finding auch in größeren Wohnungen besser funktioniert als zuvor.
Hier hat Apple also offenbar nicht zu viel versprochen. Es erinnert an das, was schon mit AirPods Pro 3 möglich ist, die man auch gerne verlegt.
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(bsc)