Zuckerberg kündigt neue KI-Modelle und Produkte an
Shopping, Agenten, neue KI-Modelle: Zuckerberg setzt im neuen Jahr auf Funktionen, die auf "persönlichen Erfahrungen" beruhen.
(Bild: Lalaka/Shutterstock.com)
Agentic Commerce ist eine neue Sau, die durch das KI-Dorf getrieben wird. Und auch Mark Zuckerberg möchte sie reiten. Darunter versteht man Shoppingfunktionen, die auf KI beruhen. Und die KI wiederum beruht freilich auf vielen, vielen persönlichen Daten der Nutzenden. Auch neue KI-Modelle sollen bald erscheinen – und mit den bestehenden Algorithmen von Metas Plattformen verbunden werden.
„Kontext“ ist das Stichwort, das sowohl Zuckerberg als auch andere KI-Unternehmen in dem Zusammenhang gerne nutzen. KI verstehe den Kontext und kenne die Menschen, deshalb könne sie die genau richtigen und passenden Produkte auswählen, die jemand kaufen sollte. „Wir beginnen, das Potenzial von KI zu sehen, die unseren persönlichen Kontext versteht, einschließlich unserer Geschichte, unserer Interessen, unserer Inhalte und unserer Beziehungen“, sagt er in der Vorstellung der Quartalszahlen. Diese zeigen deutlich, dass Meta weiterhin viel Geld mit Werbung verdient. Nur allzu naheliegend also, dass direkte Shoppingfunktionen auch ganz im Sinne des Konzerns sind.
Agentic Commerce und neue Modelle
Auch Google und OpenAI sind am Agentic Commerce interessiert. OpenAI hat etwa eine Instant-Checkout-Funktion sowie mit dem Universal Commerce Protocol einen Standard fürs Online-Shopping geschaffen. Google spricht schon seit langem davon, wie KI das Finden von Produkten erleichtern kann. Ob in der Suche selbst, in der neben KI auch die Daten von Shops im Knowledge Graph gelistet sind. Aber auch eine virtuelle Anprobe – für die es wiederum eines KI-Modells bedarf – ist geplant.
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Was genau Metas Shopping-Agenten an persönlichen Daten einsehen können sollen, ist derweil noch nicht bekannt. Geplant ist, dass Meta Large Language Models mit dem Empfehlungssystem hinter den sozialen Netzwerken verbinden möchte. Ebenso hat Zuckerberg bei der Vorstellung davon gesprochen, dass es ein „großes Jahr für persönliche Superintelligenz“ sein werde. Es sind offenbar neue, größere Modelle geplant, deren Trainingsdaten auch mehr Komplexität abbilden sollen. Mehr dazu werde Zuckerberg selbst bald berichten.
Gleichzeitig ist in der Pressemitteilung bereits darauf hingewiesen, dass es eine Einigung mit der EU-Kommission gäbe zu weniger personalisierter Werbung. Das geht allerdings mit einer Warnung einher, dass viele Verfahren in der EU und den USA laufen, die Einfluss auf künftige Quartalszahlen haben könnten.
(emw)