Apple Creator Studio: Kein Upgrade für Pixelmator Pro – Problem mit Doppelabos

Während Final Cut Pro & Co. als Bezahlversion weitergepflegt werden, ist das bei Pixelmator Pro offenbar nicht so. Auf dem iPad gibt es ein anderes Problem.

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Pixelmator Pro: Hier besser nicht mehr kaufen

Pixelmator Pro: Hier besser nicht mehr kaufen – sonst bleibt man womöglich auf der alten Version hängen.

(Bild: Screenshot Apple)

Lesezeit: 4 Min.

Schlechte Nachrichten für Erwerber der Photoshop-Alternative Pixelmator Pro: Während die Kaufversionen von Final Cut Pro, Logic Pro, MainStage, Compressor und Motion trotz neuem Miet-Paket Apple Creator Studio weiterhin aktualisiert werden, scheint dies bei der Bildbearbeitung nicht der Fall zu sein. Diese blieb bislang im App Store bei der alten Version 3.7.1, während die Creator-Studio-Variante bei Version 4.0 angekommen ist. Ein anderes Problem betrifft Bestandsabonnenten der iPad-Varianten von Logic Pro und Final Cut Pro, die es auch bisher schon nur zur Miete gegeben hatte: Bestellt man sich Creator Studio, hat man plötzlich zwei Abos, denn es kommt zu keiner automatischen Kündigung.

Apples Umstieg auf ein Mietmodell bei seinen Kreativ-Apps sorgt bekanntlich insgesamt für Verwirrung. Ein Grund: Von allen betroffenen Apps gibt es nun plötzlich eine zweite Version. Das betrifft auch die iWork-Programme, die weiterhin kostenlos bleiben, aber Premium-Bezahlinhalte im Abo bekommen. Die Programme sind also gegebenenfalls doppelt auf der SSD, unterscheidbar auf den ersten Blick nur via Icon. Bei den Kaufversionen von Final Cut Pro, Logic Pro und Co. werden Nutzer zunächst nicht durch das Creator Studio gestört: Im App Store gab es reguläre Aktualisierungen ohne weitere Hinweise. Aktualisiert man Pages, Numbers oder Keynote, gibt es hingegen direkt nach dem Update einen Hinweis, man solle sich die Creator-Studio-Variante herunterladen, inklusive App-Store-Link.

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Bei Pixelmator Pro tut sich hingegen gar nichts. Für die Kaufvariante, die immerhin satte 60 Euro kostet (und früher 20 Euro billiger war), wird überhaupt kein Update offeriert, sie ist aber nach wie vor im App Store erhältlich. Sie bleibt bei besagter Version 3.7.1 stehen, zuletzt aktualisiert im November. Parallel dazu gibt es nun das neue Pixelmator Pro 4.0, das nur als Abonnent nutzbar ist. Neben „Premium-Inhalten“ wie Stockfotos gibt es hier ein neues Verkrümmungswerkzeug samt Ebenenverformungen. Außerdem erscheint Pixelmator Pro erstmals auf dem iPad – exklusiv für Creator-Studio-Abonnenten und inklusive Pencil-Support. Apple hat sich nicht dazu geäußert, wie es mit der Bezahlversion von Pixelmator Pro weitergeht. Es war eigentlich erwartet worden, dass diese, genauso wie Final Cut Pro & Co., weitergepflegt würde. Bliebe es beim fehlenden Update, würden treue Nutzer der Photoshop-Alternative nun zum Abo gedrängt. Dieses kostet 12,99 Euro im Monat oder 129 Euro im Jahr (inklusive Familienoption).

Ein weiteres Problem betrifft Final Cut Pro und Logic Pro auf dem iPad. Beide gab es zuletzt für 4,99 Euro im Monat oder 49 Euro im Jahr – für solche Profi-Apps eigentlich ein moderater Preis. Bezahlvarianten hatte Apple wie erwähnt nie angeboten. Hier liegt das Problem nun darin, dass Nutzer auf die Idee kommen könnten, dass bestehende Abos beim Abschluss des Creator-Studio-Abos in dieses eingebunden werden. Dem ist aber nicht so: Man hat gegebenenfalls einfach zwei Abos laufen.

Die Lösung ist, das Abo für Final Cut Pro und Logic Pro zunächst zu kündigen, die Apps bestenfalls noch bis zum Ablauf weiter zu nutzen (bis Monatsende) und dann erst in die Probephase des Creator-Studio-Abos zu gehen. Diese läuft einen Monat, bei neu gekauften Geräten (Macs, iPads) sogar drei. Danach wird die Gebühr eingezogen. Warum Apple hier keine Migrationsmöglichkeit von Abo zu Abo bietet, ist unklar.

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(bsc)