Nachfrage zu groß: Apple verlor wegen schlecht lieferbarer AirPods Pro 3 Geld

Die seit Oktober erhältliche dritte Generation von Apples ANC-Stöpseln war ein Hit. Das Problem: Die Herstellung kam nicht hinterher.

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Sporttreibender mit AirPods Pro 3

Sporttreibender mit AirPods Pro 3: Nachfrage nicht erfüllbar.

(Bild: Apple)

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Während iPhone- und Dienstegeschäft in Apples Weihnachtsquartal kräftig zulegten, stagnierte das Geschäft mit Zubehör: Die Sparte Wearables, Home und Accessoires verlor mehrere Hundert Millionen US-Dollar an Umsatz, obwohl hier im September ein neues Hitprodukt auf den Markt gekommen war. Doch die AirPods Pro 3, die dritte und nochmals verbesserte Generation von Apples ANC-Stöpseln, war anfangs schwer zu kriegen. Das musste auch CEO Tim Cook in der vergangenen Woche vor Analysten einräumen. Nun wurde errechnet, wie teuer das für den Konzern vermutlich geworden ist.

Cook sagte, die Reaktion der Kunden auf die AirPods Pro 3 sei „unglaublich“ gewesen. Tonqualität und aktive Geräuschunterdrückung samt mehr Tragekomfort – der allerdings je nach Ohrform umstritten ist – seien „bejubelt” worden. Cook lobte auch das Übersetzungsfeature. Das Problem: Trotz der Beliebtheit der Geräte kam die Produktion – die vor allem in Vietnam stattfinden soll – nicht hinterher. „Während des Quartals erlebten wir Hemmnisse [bei der Lieferbarkeit der AirPods Pro3]“, so Finanzchef Kevan Parekh. Im Jahresvergleich schrumpfte die Wearables-Sparte um zwei Prozent. „Ohne die Hemmnisse wären wir in der Gesamtkategorie gewachsen“, so Parekh.

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Insgesamt könnten die Lieferschwierigkeiten Apple gut 230 Millionen Dollar gekostet haben, vermutlich eher mehr, schätzt das Apple-Blog 9to5Mac. In der Wearables-Sparte sind auch noch andere Produkte wie die Apple Watch enthalten, außerdem Peripherie-Produkte, HomePods, Displays, Apple Pencil, Hüllen und die Vision Pro. All das half jedoch nicht, die AirPods-Pro-3-Knappheit auszugleichen.

Was genau zu den Verfügbarkeitsproblemen geführt hat, ist unklar. Die AirPods Pro 3 sind allerdings komplexer als ihre Vorgänger. So verbaut Apple erstmals einen Herzfrequenzsensor in Ohrstöpseln (nach der Submarke Beats), der fast so genau sein soll wie jener aus der Apple Watch. Störend ist allerdings, dass die Ladehülle eine geringere Gesamtlaufzeit (inklusive Nachladen 24 statt 30 Stunden) bietet.

Mittlerweile hat sich die Verfügbarkeit der AirPods Pro 3 verbessert. Nach Weihnachten kam es sogar zu mehreren Verkaufsaktionen im Handel, auch jetzt sind die Stöpsel vergleichsweise günstig (ab 213 €) zu haben (Apple-Preis: 249 Euro). Unklar bleibt, ob Apple vergleichsweise schnell eine zweite Variante nachreicht: Es gab Gerüchte, dass der Konzern den Stöpseln eine Infrarotkamera zur Gestensteuerung verpassen will.

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(bsc)