Auch Windows 10 von Problemen mit Herunterfahren betroffen

Die Januar-Updates haben Probleme mit dem Herunterfahren und mit Schlafmodi verursacht. Windows 10 ist ebenfalls betroffen.

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WIndows-Update-Suche mit "Achtung"-Schild

(Bild: heise online / dmk)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Windows-Updates aus dem Januar haben auf PCs mit Windows 11 23H2 teils zu Problemen mit dem Herunterfahren oder den Schlafmodi verursacht. Jetzt räumt Microsoft ein, dass auch Windows-10-Rechner von dem Problem betroffen sein können. Abhilfe gibt es derzeit nicht.

In den Windows-Release-Health-Notizen hat Microsoft das Problem inzwischen bestätigt. Auch hier sind Maschinen betroffen, die den „sicheren Start“ mit dem „virtuellen sicheren Modus“ (Virtual Secure Mode, VSM) aktiviert haben. Diese Geräte sind „nicht in der Lage, herunterzufahren oder in den Schlafmodus einzutreten. Stattdessen startet das Gerät neu“, erklärt Microsoft. Rechner mit AMD- oder ARM64-Prozessoren sollen davon nicht betroffen sein. Die komplette Liste der betroffenen Betriebssysteme lautet nun Windows 11 23H2, Windows 10 22H2, Windows 10 Enterprise LTSC 2021 und Windows 10 Enterprise LTSC 2019.

Der Zeitpunkt ist recht spät. Für Windows 11 23H2 hat Microsoft den Fehler bereits in der Woche der Veröffentlichung der Updates zum Microsoft-Patchday im Januar berichtet. Und nur wenige Tage später haben die Entwickler ein Update außer der Reihe nachgelegt, das das Problem korrigiert. Betroffene Windows-10-Nutzer und -Nutzerinnen müssen sich hingegen weiter gedulden. Microsoft schreibt: „Wir planen, eine Lösung mit einem künftigen Windows-Update zu veröffentlichen.“ Einen genaueren Zeitplan nennt der Hersteller nicht.

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Die für Windows 11 23H2 vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen funktionieren einem Leserbericht zufolge in einer betroffenen Windows-10-Installation nicht. Der Leser, der mit diesem Problem konfrontiert war, hat aus der Not heraus das Windows-Update aus dem Januar deinstalliert. Das stellt zwar die korrekte Funktion wieder her, jedoch schließt das Update einige Sicherheitslücken, von denen mehrere bereits in freier Wildbahn angegriffen werden. Es handelt sich daher um eine Lösung, die Betroffene einem erhöhten Risiko aussetzt.

(dmk)