Gerichtsverfahren: xAI soll laut OpenAI Beweismittel vernichtet haben

Im Kontext der im vergangenen Sommer von xAI erhobenen Klage wirft OpenAI Elon Musks Unternehmen nun vor, Beweismittel vernichtet zu haben.

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Das Logo von xAI, im Hintergrund die Silhouette von Elon Musk

(Bild: Photo Agency / Shutterstock.com)

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Im Rahmen der Klage von xAI wirft OpenAI Elon Musks KI-Unternehmen eine „systematische und vorsätzliche Vernichtung“ von Beweismitteln vor. Das geht aus einem Antrag der Verteidigung von OpenAI am Bundesgericht für den nördlichen Bezirk von Texas hervor. Ziel des Antrags könnte eine Beschleunigung des Gerichtsverfahrens sein.

Dem am vergangenen Montag gestellten Antrag der Verteidigung von OpenAI zufolge hatten OpenAIs Anwälte Dokumente von xAI angefordert, die die Behauptungen der Wettbewerbsbehinderung untermauern. Musks Unternehmen hätten aber „kein einziges, nicht öffentliches Dokument vorgelegt, das den Inhalt der Anschuldigungen betrifft oder das OpenAI zu seiner Verteidigung verwenden könnte“. Grund dafür sei, dass xAI seine Mitarbeitenden angewiesen hatte, Messenger-Dienste zu nutzen, deren Nachrichten sich nach einer Zeit automatisch löschen.

OpenAIs Verteidigung sieht hier eine vorsätzliche Vernichtung von Beweismitteln, weil die Klage von xAI und X bereits in Planung gewesen sei. Das Unternehmen will nun eine gerichtliche Anordnung erwirken, die es Mitarbeitenden von xAI und X untersagt, Messagingdienste mit selbstlöschenden Nachrichten zu nutzen.

xAI und X beschuldigen OpenAI und Apple im Rahmen einer gemeinsamen Kartellklage, sich illegal verschworen zu haben, um den Wettbewerb bei künstlicher Intelligenz zu behindern. Laut der Klageschrift von August vergangenen Jahres hat Apple konkurrierende KI-Anwendungen in seinem App Store nicht ausreichend präsentiert. Durch einen Exklusivvertrag hätten die beiden Unternehmen „Märkte abgeschottet, um ihre Monopole aufrechtzuerhalten und Innovatoren wie X und xAI am Wettbewerb zu hindern“. Die beiden Unternehmen von Elon Musk beziehen sich auf eine Mitte 2024 geschlossene Partnerschaft zwischen OpenAI und Apple, nach der ChatGPT standardmäßig in die Betriebssysteme von iPhones, iPads und Macs integriert wurde.

(rah)