Zu unbedeutend: Apple Maps und Apple Ads keine Gatekeeper in der EU

Für Apples Kartendienst und Werbeplattform sollen in der EU keine verschärften Wettbewerbsregeln gelten – zumindest fürs Erste.

vorlesen Druckansicht 3 Kommentare lesen
iPhone-Homescreen mit Karten-Widget

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Apple Maps und Apple Ads sind keine Gatekeeper. Das hat die EU-Kommission am Donnerstag im Anschluss an eine Prüfung mitgeteilt. Dementsprechend fallen die beiden Apple-Dienste künftig nicht unter die strikteren Wettbewerbsregeln des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA). Weder Apple Karten noch Apple Ads sind „wichtige Zugangsstellen für gewerbliche Nutzer, um Endkunden zu erreichen“, erläuterten die Wettbewerbshüter unter Verweis auf eine „vergleichsweise geringe Nutzung“ von Apple Maps in der EU sowie auf die „begrenzte Größe“ von Apples Werbeplattform.

Sollten sich gravierende Änderungen bei Apple Karten und Apple Ads ergeben, wollen die Regulierer die „Marktentwicklung weiter beobachten“. An der bestehenden Gatekeeper-Einstufung von Apples anderen Plattformdiensten (iOS, iPadOS, App Store und Safari) ändert sich dadurch nichts, wie die Kommission anmerkt. Beobachter spekulieren seit einiger Zeit, dass Apple plant, über seine Ads-Plattform künftig auch Werbebanner im Kartendienst auszuspielen. Für März ist bereits eine Erweiterung der App-Store-Werbeplätze konkret geplant.

Videos by heise

Die Nutzung von Apple Maps und Apple Ads überstieg nach Apples Angabe gegen Ende vergangenen Jahres die vom Digital Markets Act vorgegebenen Schwellenwerte. Sie liegen bei 45 Millionen monatlich aktiven Endnutzern und/oder 10.000 jährlichen geschäftlichen Nutzern innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten. Apple legte damals zugleich Einspruch gegen eine Gatekeeper-Einstufung ein: Beide Produkte würden im Vergleich zur Konkurrenz schließlich nur eine begrenzte Nutzung aufweisen – dem folgte die Kommission nun. Mit ähnlicher Begründung entkam vor längerem auch Apples Messaging-Dienst iMessage den schärferen Wettbewerbs- und Interoperabilitätsregeln.

Das iPhone-Betriebssystem öffnet Apple derzeit auf Druck der EU-Kommission weiter: iOS 26.3 liefert die Basis für einen besseren Datentransfer zu Android und schafft offensichtlich auch die Grundlage, um Mitteilungen auf einer anderen Smartwatch in vollem Umfang auszuliefern. Zudem sollen sich Bluetooth-Geräte künftig ähnlich einfach koppeln lassen wie AirPods.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

(lbe)