iOS 27: Vor allem Fehlerbehebungen, aber Siri-Chatbot
Apple bereitet sich auf iOS 27 vor und testet das neue System bereits intern. Offenbar ist geplant, Nutzern weniger Umbauten zu gönnen – mit einer Ausnahme.
iPhones der 17-Pro-Baureihe.
(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)
Apple will bei seiner kommenden Betriebssystemversion fürs iPhone offenbar vor allem Produktpflege betreiben. Laut Angaben aus der Gerüchteküche, die mit Apples Plänen vertraut sind, unter anderem von Bloomberg-Reporter Mark Gurman, geht es bei dem Upgrade, das wie üblich im Herbst erwartet wird, um interne Leistungsverbesserungen, Fehlerbehebungen und die Entfernung alten Codes. Zudem steht ein „Finetuning“ der Benutzerschnittstelle an, nachdem es über Monate immer noch Kritik am neuen Liquid-Glass-Look gibt. Dieser wurde von Ex-Softwaredesignchef Alan Dye verantwortet, der mittlerweile zu Meta gewechselt ist und dort an „KI als neuem Designmaterial“ bastelt.
Ein angenehmes Upgrade?
Dennoch wird iOS 27 für Apple wichtig, denn der Konzern plant nach wie vor, seine Sprachassistentin Siri mit dem Upgrade zu einem echten Chatbot zu machen. Kontextsensitive Funktionen sollen bereits mit iOS 26.4 aufs iPhone kommen. Mit iOS 27 sollen diese aber offenbar noch erweitert werden. Dazu gehört etwa, dass man gezielt nach lokalen Daten fragen kann („Wann geht mein Flug morgen?“, „Wann hat Mama unser Essen nächste Woche erwähnt?“), zudem eine App-Steuerung und Interaktion mit Informationen, die gerade auf dem Bildschirm angezeigt werden.
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Vorgestellt wird iOS 27 wie üblich auf der Entwicklerkonferenz World Wide Developers Conference (WWDC) im Sommer – vermutlich in der zweiten Juniwoche, sollten sich Apples Pläne nicht noch einmal verschieben. Apple hofft dabei auf einen Befreiungsschlag in Sachen KI, nachdem Analysten dem Konzern seit Langem vorhalten, bei KI zurückzuliegen. Googles Gemini hilft dabei, die Apple-eigenen multimodalen Modelle deutlich zu verbessern. Wenn dazu gleichzeitig nervige Fehler und Bedieninkonsistenzen in iOS 27 behoben werden (und auch in macOS 27 und den anderen Systemen), wäre dies für viele Nutzer sicher äußerst willkommen.
iOS 26.4 im Anflug, doch mit wie viel Siri?
Apple bereitet unterdessen die erste Vorabversion für Entwickler (und kurz darauf Teilnehmer des öffentlichen Betaprogramms) vor. iOS 26.3 wird zeitnah erscheinen, ist bereits als Release Candidate verfügbar. Ab der letzten Februarwoche soll es zu einer Freigabe kommen, allerdings noch nicht mit allen neuen Siri-Funktionen, sondern „einigen Komponenten“, wie auch Gurman von Bloomberg schreibt.
Sinnvoll wäre es, wenn Apple alle neuen Features öffentlich testen lässt – nicht nur, weil sie seit Sommer 2024 angekündigt sind, sondern auch, um sicherzustellen, dass sie wirklich funktionieren. Geplant ist offenbar, mit einem speziell für Apple trainierten Gemini-Modell zu arbeiten. Das Sprachinterface wird sich aber wohl nicht verändern.
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(bsc)