„Niemand sollte sich so fühlen“: Apple-CEO will Mitarbeitern ohne US-Pass helfen
Zuletzt hatte es schwere Kritik an der Teilnahme des Apple-Chefs an einer Filmvorführung mit dem US-Präsidenten gegeben. Nun äußert er sich dazu.
Tim Cook bei einer Produktvorstellung in Cupertino.
(Bild: Apple / Screenshot YouTube)
Nach schwerer Kritik an der Teilnahme an einer Veranstaltung mit US-Präsident Donald Trump nach den Vorfällen in Minnesota, bei denen Mitglieder der US-Grenzpolizei zwei Menschen erschossen hatten, hat sich Apple-CEO Tim Cook erneut zu dem Thema geäußert. Die Ansprache erfolgte im Rahmen eines All-Hands-Meetings des iPhone-Herstellers in der vergangenen Woche, bei dem sich der Konzernchef auch zum 50. Apple-Geburtstag im April sowie seinen Rentenplänen geäußert hatte. Laut dem Redetext, der mittlerweile bekannt wurde, sagte Cook, er habe von einigen der Mitarbeiter gehört, sie hätten Angst davor, ihre Wohnungen zu verlassen. „Niemand sollte sich so fühlen.“ Damit sprach der Apple-Chef über das stark umstrittene Vorgehen der US-Behörden, die in zahlreichen US-Großstädten Razzien unter Migranten durchführen, um diese abzuschieben.
Schlauer, weiser und innovativer
Einwanderung sei wichtig für Apple. so Cook. „Jeder sollte mit Würde und Respekt behandelt werden, egal wo er herkommt.“ Die Firma sei, so lange er sich erinnern könne, schlauer, weiser und innovativer, weil sie „die besten und klügsten Menschen aus der ganzen Welt“ anziehe. Er werde daher weiter für Einwanderer lobbyieren bei der US-Regierung und den Abgeordneten. „Sie haben mein Wort.“
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Er sei dankbar, „bei einer Firma zu arbeiten, wo wir [die Werte von Würde und Respekt für alle] vertreten“. Apple stehe zudem für Bildung und die Ausweitung der Möglichkeiten der Menschen. „Wir stehen für Privatsphärenschutz, den Schutz der Umwelt. Diese Werte haben uns immer angeleitet und werden das immer tun.“
Vorab viel interne Kritik
Cook hatte zuvor intern viel Mitarbeiterschelte bekommen. Besonders ein Memo Cooks war kritisiert worden. Darin gab er zwar an „zutiefst erschüttert“ zu sein. Jetzt brauche es „Deeskalation“. Danach war er aber zu einer Filmvorführung mit US-Präsident Trump gegangen, um „gutes Gespräch“ zu führen.
In internen Apple-Foren und Slack-Chats gab es daraufhin Verärgerung – inklusive viel Sarkasmus. Mitarbeiter hätten sich besorgt gezeigt, dass Cook mit dem US-Präsidenten verkehrte – mehr als je zuvor, so einer von ihnen laut einem US-Magazin. Cook war es in den vergangenen Jahren unter anderem gelungen, Apple vor neuen US-Zöllen zu bewahren, die das iPhone und andere Produkte, die in China und anderswo hergestellt werden, stark verteuert hätten.
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(bsc)