Elektroauto BMW i3 kommt als Limousine und Kombi
BMWs kommendes Elektroauto heiĂźt i3. Die elektrische Version der beliebten Dreier-Reihe soll im Sommer kommen und ab 2027 auch als M-Version verkauft werden.
BMW i3 in der Wintererprobung
(Bild: BMW)
- Stefan Grundhoff
Dem BMW iX3 folgen im Jahr 2026 fünf weitere Modelle der Neuen Klasse. Das nächste im Sommer heißt i3, ist aber kein Elektro-Kleinwagen mit Hightech-Ambitionen wie vor 13 Jahren der erste i3, sondern die Elektroversion des erfolgreichen Dreiers. 2027 soll er auch als M-Version verkauft werden.
Technisch ist der neue BMW i3 eng mit dem iX3 verwandt und wird auch als Kombi erhältlich sein. Anders als andere Marken bleibt BMW den klassischen Fahrzeugkonzepten Limousine und Kombi treu, parallel zu den Crossover-Modellen. Während der BMW iX3 (Test) im ungarischen Werk Debrecen gebaut wird, rollt der i3 im Stammwerk München vom Band, das jedoch bereits viele Jahre nicht mehr die wichtigste Fertigung im Produktionsverbund ist. Diese Rolle hat bereits länger mit deutlichem Abstand die US-Fertigung in Spartanburg, South Carolina.
Fertigung in MĂĽnchen
Aktuell laufen im Werk München die ersten Vorserienfahrzeuge des elektrischen BMW i3 vom Band. So bereitet sich BMW auf den Start der Serienfertigung ab Mitte des Jahres vor. „Die Produktion der Vorserienfahrzeuge ist ein wichtiger Meilenstein für unser Werk“, sagt Peter Weber, Leiter des BMW-Werks München. „Damit haben wir erstmals einen BMW i3 komplett in unserem Werk gefertigt – mit modernster Fertigungstechnik und digital vernetzten Prozessen. In den kommenden Monaten nutzen wir die Erkenntnisse aus dem Anlauf, um die Prozesse für die Serienproduktion weiter zu verfeinern und einen reibungslosen Serienstart sicherzustellen.“
BMW i3 (4 Bilder)

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)Eine Besonderheit gibt es im Werk München: Bisher hat ein Team aus dem Werk München gemeinsam mit dem Team des nahegelegenen Pilotwerks die ersten Fahrzeuge im Forschungs- und Innovationszentrum montiert. Mit der Fertigstellung der neuen Fertigungs- und Logistikbereiche im Werk durchlaufen die Fahrzeuge nun sämtliche Produktionsschritte im Werk. Das bedeutet: Logistikprozesse, Produktionsanlagen und Arbeitsschritte müssen bereits jetzt reibungslos laufen. Auch wenn die Stückzahlen noch gering sind, werden alle Teile in den vorgesehenen Materialflüssen bereitgestellt und an der Linie verarbeitet. Das soll Fehler erkennen und Prozesse optimieren helfen. Bereits seit 1975 wird im Werk München der 3er und damit das Mittelklassemodell der Marke gefertigt.
Weiter als Verbrenner erhältlich
Auf der aus dem iX3 bekannten Plattform wird es i3 und i3 Touring wahlweise mit Hinterrad- oder Allradantrieb geben und auch die bekannte Verbrennervariante des 3er-BMW verbleibt im Angebot. Sie wird sich optisch an das neue Markengesicht der neuen Klasse anpassen. Das Leistungsspektrum des BMW i3 wird zwischen 184 und rund 368 kW liegen. Die 2027 folgende M-Version mit Allradantrieb wird diese Leistungsdaten jedoch deutlich sprengen und eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der 250 km/h erreichen. „Die zukünftige Modellgeneration wird einen bislang unerreichten Maßstab im Segment der High-Performance-Fahrzeuge setzen“, sagt Franciscus van Meel, Geschäftsführer BMW M GmbH. „Mit der neuesten Technologie-Generation der Neuen Klasse heben wir das BMW M Fahrerlebnis auf ein komplett neues Level und werden unsere Kunden auch im Alltag mit herausragender rennstreckentauglicher Fahrdynamik begeistern.“
BMW i3 Teil zwei (4 Bilder)

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)Alle batterieelektrischen M-Modelle bekommen je einen Elektromotor pro Rad. Dank radindividueller Schlupfregelung sollen sie nicht nur effizienten Vortrieb bieten, sondern auch überlegene Fahrdynamik, verspricht BMW. Damit ist auch „Torque-Vectoring“ möglich: Die Kraftverteilung kann variabel an Fahrsituation, Fahrbahnbeschaffenheit, Fahrerwunsch und gewählten Fahrmodus angepasst werden.
Eines hat jede Version mit dem Ur-i3 gemeinsam: die Verwendung von Recyclingmaterial und Textilelementen im Interieur. Dazu verspricht BMW viel Platz fĂĽr fĂĽnf Personen und das mit dem iX3 neu eingefĂĽhrte Informationskonzept mit Panoramic iDrive. Das ist ein Bildschirm, der ĂĽber die gesamte Breite der unteren Windschutzscheibe geht und alle Insassen mit den verschiedensten Inhalten bespielt.
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Die i3-Batterietechnik ist wie auch beim iX3 ein zeitgemäßes 800-Volt-Bordnetz, was eine Ladeleistung von bis zu 400 kW ermöglicht. Es soll unter günstigen Bedingungen dazu beitragen, bis zu 300 km in zehn Minuten nachladen zu können. Die maximale Reichweite des BMW i3 mit dem knapp 110 kWh großen Batteriepaket dürfte bei bis zu 900 km liegen. Die Einstiegsmodelle bekommen einen kleineren Akku, mit dem maximal zu 600 km drin sein sollten.
(fpi)