Ford: Milliardenverlust in den USA
Das Geschäft mit E-Autos hat Ford in den USA nicht in Gang bringen können. Nun wird neu strukturiert, was viel Geld kostet.
(Bild: Florian Pillau / heise Medien)
- Martin Franz
- dpa
Ford hat das vergangene Quartal mit einem Verlust von 11,1 Milliarden Dollar abgeschlossen. Den Ausschlag gaben der Umbau des defizitären Elektroauto-Geschäfts, ein Brand bei einem Aluminium-Zulieferer und die Importzölle von US-Präsident Donald Trump. Letztere betreffen Bauteile und Rohstoffe, die Ford aus dem Ausland bezieht. Das Minus kommt nicht überraschend: Der US-Autoriese hatte bereits eine Abschreibung von 19,5 Milliarden Dollar bei batteriebetriebenen Fahrzeugen angekündigt. Das Vorjahresquartal hatte Ford noch mit einem Gewinn von 1,8 Milliarden Dollar abgeschlossen. Der Umsatz sank unterdessen im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 45,9 Milliarden US-Dollar.
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Wie schon in den vergangenen Quartalen verbuchte die Elektroauto-Sparte einen operativen Verlust, der in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres bei 1,2 Milliarden Dollar lag. Autos mit Verbrennungsmotoren brachten Ford unterdessen einen operativen Gewinn von 727 Millionen Dollar ein und die Nutzfahrzeug-Sparte verdiente auf dieser Basis gut 1,2 Milliarden Dollar. Die großen US-Autohersteller General Motors, Ford und Stellantis haben Milliarden investiert, um mehr Elektroautos in ihre Modellpaletten zu bringen. Keiner der drei konnte einen massenhaften Durchbruch von Elektroautos auf dem US-Markt erreichen. Stellantis musste zuletzt 15 Milliarden Dollar in seiner E-Auto-Sparte abschreiben. In Zukunft will Ford stärker auf Hybrid-Fahrzeuge setzen und bei Elektroautos auf kleinere Modelle. Die batterieelektrische Version des populären Pickups F-150 wurde eingestellt.
(mfz)