„Schwierigkeiten“: Apple verschiebt angeblich Teile der neuen Siri erneut
Seit Sommer 2024 warten Nutzer darauf, dass Apple seine Sprachassistenz endlich smarter macht. Nun könnte es erneut zu Verzögerungen kommen, heißt es.
Siri auf einem iPhone: Technik veraltet, Nutzer oft genervt.
(Bild: Wachiwit / Shutterstock)
Nach der gestrigen Vorstellung von iOS 26.3 und Co. gibt es auch neue Informationen zur Frage, wann Apples lange erwartete, kontextsensitive Siri kommt. Bislang war stets erwartet worden, dass es mit iOS 26.4 im März oder April so weit ist, doch einem Bloomberg-Bericht vom Mittwochabend zufolge kommt es bei Apple derzeit intern zu „Schwierigkeiten“, die eine weitere Verschiebung induzieren.
iOS 26.5 oder sogar iOS 27 erst mit neuer Siri?
Informierte Personen gaben an, Apple arbeite nun daran, neue Funktionen über „zukünftige Versionen“ zu verteilen. Das bedeute, dass mindestens „einige Funktionen“ erst mit iOS 26.5 im Mai oder gar erst mit iOS 27 im Herbst eingeführt würden. Für iOS 27 hatte die Branche eigentlich Apples ersten Chatbot, basierend auf Googles Sprachmodell Gemini, erwartet.
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Apple hatte die bessere Siri bereits im Juni 2024 angekündigt, dann aber mehrfach verschoben, weil sie angeblich internen Qualitätsvorgaben nicht entsprach. Schließlich gab Apple bekannt, künftig statt eigener Grundmodelle auch Googles Gemini zu nutzen, man wurde zum „bevorzugten Cloud-Partner“.
Funktionen immer noch nicht zuverlässig
Zu den neuen Features, die Siri schon lange beherrschen soll, gehört der Zugriff auf lokale Daten sowie die Arbeit mit diesen – etwa das Auffinden von Terminen in Chats oder intelligente Erinnerungen. Zudem sollen sich Apps „präzise“ steuern lassen – dank neuer Schnittstellen, aber auch durch das Erkennen des Bildschirminhalts. Tests hätten nun aber „frische Probleme mit der Software“ gezeigt. Tatsächlich gab es entsprechende Berichte bereits im Herbst, damals war allerdings noch nicht bekannt, dass Apple Gemini-Unterstützung erhält. Zu den Fehlern zählt, dass Anfragen nicht immer ordentlich verarbeitet werden und sie zu lange braucht, um diese zu beantworten. Apple nutzt eine Kombination aus eigenen Grundmodellen und Google Gemini, hieß es. Die Plattform sei neu und nenne sich intern „Linwood“.
Die Situation in Sachen Siri sei allerdings noch „fluide“, Apple könne sich erneut umentscheiden, sollte sich die Lage ändern. Intern wurde den Ingenieuren allerdings mitgeteilt, dass sie die interne Vorabversion von iOS 26.5 nutzen sollen, um die neuen Siri-Funktionen zu testen. Zu den größten Problembereichen zählt angeblich der Zugriff auf die Nutzerdaten. Auch die Arbeit mit Apps über App Intents macht angeblich Schwierigkeiten. Auch in iOS 26.5 laufen diese offenbar noch nicht problemlos. Teilweise verweist das System zudem noch auf ChatGPT, statt auf Apples Technik zu setzen – was hier aber gar nicht passt, da ChatGPT keinen internen Zugriff hat. Weitere noch unbekannte Features der neuen Siri betreffen laut Bloomberg eine neuartige KI-Web-Suche sowie einen verbesserten Bildgenerator, doch auch letzterer läuft noch nicht so, wie Apple sich das vorstellt.
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(bsc)