Apple kauft Datenbankfirma Kuzu aus Kanada
Schnelle, flexible Graph-Datenbanken lieĂźen sich mit Kuzu erstellen. Das Unternehmen wurde ohne groĂźe AnkĂĽndigung von Apple geschluckt.
Apple-Logo auf einer Geräterückseite.
(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)
Kommt neben der Textverarbeitung Pages, der Tabellenkalkulation Numbers und dem Präsentationsprogramm Keynote bald auch eine Datenbank von Apple? Die dafür notwendige Technik hat sich der iPhone-Konzern mittlerweile eingekauft, wie aus Daten der Europäischen Union hervorgeht. Die kanadische Firma Kuzu, Hersteller eines flexiblen Datenbanksystems auf Graph-Basis, gehört demnach bereits seit Herbst dem Unternehmen aus Cupertino. Gleichzeitig wurde auch das GitHub-Repo von Kuzu gestrichen, es hat einen Archivstatus von Oktober 2025. Die Datenbanktechnik von Kuzu stand als Embedded-Variante bereit und soll für „Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Nutzerfreundlichkeit“ optimiert gewesen sein. Graph-Datenbanken arbeiten anders als die üblicheren relationalen Datenbanken.
Apple hat schon FileMaker
Laut AppleInsider, dem die EU-Dokumente vorliegen, könnte die Technik die Grundlage für eine neue Datenbank-App legen – oder aber für interne Zwecke gedacht sein. Tatsächlich hat Apple mit FileMaker Pro der Tochter Claris seit Jahrzehnten bereits ein entsprechendes Produkt, das aber nach wie vor nicht als Apple-Technik vermarktet wird. Claris gehört bereits seit 1987 zu Apple und arbeitet still weiter – zuletzt war im letzten Jahr Version 22 erschienen. Die App ist sogar Cross-Plattform, läuft also auch unter Windows, die Server-Version sogar unter Linux (Ubuntu).
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Auf Reddit wurde ein Posting zum Status von Kuzu, das als Inc. operierte, gelöscht, auch dort heißt es, die Firma sei übernommen worden. Dort geht man von einem Acqui-Hire aus, also einer Übernahme zum Zwecke der Anwerbung der Mitarbeiter – wobei sich Apple explizit für die Technik interessieren dürfte.
Auch Prompt AI und Q.AI
Zu einem ähnlichen Zeitpunkt übernahm Apple offenbar auch die Firma Prompt AI, offenbar vor allem wegen der Mitarbeiter. Das Geld soll nicht ausgereicht haben, damit die bisherigen Investoren etwas verdienen. Wie das bei Kuzu aussah, ist unklar.
Apple hatte kĂĽrzlich auch eine besonders groĂźe Ăśbernahme mitgeteilt: Die israelische Firma Q.AI wurde fĂĽr gut zwei Milliarden US-Dollar gekauft. Sie hat eine Technik entwickelt, mit der KI Sprache erkennen kann, die komplett leise ausgesprochen wird.
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(bsc)