Freitag: Waymos verbesserte Robotaxis, Weltraumteleskop zur Rettung deaktiviert

Waymo Ojai allwettertauglich + Swift ohne Forschung gegen Absturz + NATO-Drohnen zur Abschreckung + Schattenbibliothek gegen Spotify + Verbraucherschutz-Podcast

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Zeekr-Minivan als Waymo-Robotaxi auf Straße; Freitag: Waymo-Minivan, Weltraumteleskop-Rettung, NATO-Drohnen, Spotify-Veröffentlichung & Verbraucherschutz-Podcast

(Bild: Zeekr/Geely)

Lesezeit: 7 Min.

Waymos neue Robotaxis sind Minivans aus China und stellen die 6. Generation der autonomen Fahrzeuge dar. Kameras und Sensoren wurden verbessert, sodass weniger ausreichen sollen. Das senkt die Kosten, soll aber vorrangig die Sicherheit bei schlechtem Wetter erhöhen. Die politischen Bedenken an der chinesischen Basis wischt Waymo vom Tisch. Bedenken gibt es auch wegen eines drohenden Absturzes des Weltraumteleskops Swift. Seit über 20 Jahren erforscht dieses Gammastrahlenblitze, zuletzt ist es aber zu schnell abgesunken. Zwar ist eine Rettungsaktion geplant, aber bis dahin muss es nun pausieren. Derweil planen Deutschland und weitere NATO-Länder die Beschaffung günstiger Kampfdrohnen. Hintergrund sind Lehren aus dem Ukraine-Krieg. Denn Russland überlastet die Flugabwehr bei seinen Angriffen durch eine Vielzahl von Drohnen. Diese Strategie übernehmen jetzt auch die EU-Länder der NATO zur Stärkung der Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Waymo erweitert seine Flotte von Robotaxis um die 6. Generation autonomer Fahrzeuge. Die Ojai-Robotaxis basieren auf Minivans des chinesischen Autoherstellers Zeekr, einer Geely-Tochter. Technisch werden die Autos mit verbesserten Kameras, Lidar und Radar ausgestattet, was vor allem der Sicherheit beim Fahren in schlechten Wetterbedingungen zugutekommen soll. Das ist notwendig für die geplante Expansion Waymos sowohl in den Nordosten der USA als auch international. Gleichzeitig werden die Kosten gesenkt. Politiker äüßerten Bedenken an der Nutzung chinesischer Autos, aber Waymo wiegelt ab. Die für den autonomen Betrieb notwendige Technik werde erst nach Lieferung der Basisfahrzeuge in den USA eingebaut und keine Daten geteilt: Neue Waymo-Robotaxis Ojai besser für schlechtes Wetter geeignet.

Schlechte Bedingungen der Sonne bedrohen dagegen das Weltraumteleskop Swift, sodass die NASA dieses weitgehend deaktiviert hat. Das soll das Absinken zur Erde verlangsamen und die Zeit im Orbit verlängern, nachdem verstärkte Sonnenaktivität Swift abbremsen, was mittelfristig zum Absturz führt. Die Deaktivierung ist Vorbereitung einer ganz besonderen Mission, bei der das Instrument von einer Weltraumsonde wieder in einen höheren Orbit geschoben werden soll, um dort wieder forschen zu können. Bis es so weit ist, muss aber jetzt verhindert werden, dass Swift zu schnell absinkt und doch noch abstürzt, bevor es auf diese Weise gerettet werden kann. Jetzt richtet sich das Weltraumteleskop nicht mehr auf neue Forschungsziele aus, denn es sinkt zu schnell: NASA-Weltraumteleskop stellt vor Rettungsmission Forschung ein.

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Deutschland will gemeinsam mit europäischen NATO-Partnern große Mengen an günstigen Kampfdrohnen beschaffen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am Rande eines NATA-Verteidigungsministertreffens in Brüssel unterzeichnet. Die Drohnen sollen nach Angaben aus Bündniskreisen eine Reichweite von mindestens 500 Kilometern haben. Sie sollen im Verteidigungsfall unter anderem dafür eingesetzt werden, gegnerische Abwehrsysteme zu überfordern. Mit teureren Präzisionswaffen könnten dann zuverlässiger relevante militärische Ziele ausgeschaltet werden. Ähnliche Ziele verfolgen derzeit die russischen Streitkräfte in ihrem Angriffskrieg gegen die Ukraine mit Drohnen vom iranischen Typ Shahed: Billige Drohnen für die NATO als europäischer Ansatz für weitreichende Schläge.

Die Schattenbibliothek Anna's Archive hat damit begonnen, einen Teil der im vergangenen Jahr gesicherten Spotify-Datenbank als Torrent zu veröffentlichen. Insgesamt wurden 2,8 Millionen Dateien veröffentlicht, darunter 6 Terabyte Musik. Zudem habe Anna's Archive weitere Metadaten veröffentlicht. Spotify hat zwar am 20. Januar gemeinsam mit mehreren Musiklabels eine einstweilige Verfügung vor einem US-Gericht gegen Anna’s Archive erwirkt, die eine Veröffentlichung der Dateien untersagt. Dennoch hat sich Anna’s Archive nun offenbar dafür entschieden, mit der Veröffentlichung zu beginnen. Bislang handelt es sich nur um einen Teil des von Anna’s Archive heruntergeladenen Datensatzes, der Rest soll schrittweise folgen: Anna's Archive beginnt mit Veröffentlichung von 300 Terabyte an Spotify-Dateien.

Der Wechsel des Stromanbieters ist im Prinzip einfach: Vergleichsportal auswählen, Vertrag abschließen, der neue Anbieter kündigt beim alten, fertig. Seit Juni 2025 muss der Lieferantenwechsel innerhalb von 24 Stunden an Werktagen möglich sein. In der Praxis läuft es aber nicht immer so glatt. So scheitert der Anbieterwechsel oft an fehlenden Daten oder blockierenden Netzbetreibern. Verbraucher landen dann unfreiwillig in der teuren Grundversorgung und die beteiligten Unternehmen spielen Pingpong mit dem Kunden. Dabei ist dies ein "streng formalisiertes Verfahren", heißt es im Verbraucherschutz-Podcast. Wir klären, wer innerhalb welcher Frist aktiv werden muss und welche Möglichkeiten Kunden haben, wenn nichts mehr geht, bei Vorsicht Kunde: Wenn der Stromanbieterwechsel scheitert.

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(fds)