Jetzt immer aktiv: Apple schaltet Diebstahlschutz fĂĽrs iPhone sofort scharf
Mit dem „Stolen Device Mode“ soll es Gaunern nicht mehr so leicht möglich sein, per Geräte-PIN Apple-Accounts zu übernehmen. Lange war das nur fakultativ.
iPhone-Diebstahl (Symbolbild).
(Bild: Shutterstock / Donenko Oleksii)
Künftig soll jedes iPhone ab Werk mit Apples verbessertem Diebstahlschutz ausgestattet sein. Der sogenannte Stolen Device Mode erschwert es Ganoven, Apple-Accounts in wenigen Schritten zu übernehmen, indem sie das Smartphone entwenden und sich zuvor allein die Geräte-PIN besorgt haben – etwa durch Beobachtung des Opfers. In iOS integriert ist dieser Schutz eigentlich schon seit Betriebssystemversion 17.3 aus Januar 2024. Allerdings mussten Nutzer diesen bislang explizit aktivieren. Das nimmt Apple der Userschaft ab iOS 26.4 nun ab, wie sich in der ersten Betaversion des neuen Betriebssystems zeigt, die seit dieser Woche für Entwickler bereitsteht und in den kommenden Tagen auch an Teilnehmer des Public-Beta-Programms gehen wird.
Ăśbernahme ganzer Accounts
Apple zufolge wird der Stolen Device Mode, der auch „Stolen Device Protection“ heißt, nun für alle iPhone-Nutzer aktiviert, sofern sie das Update einspielen. Das ist durchaus sinnvoll. Apple hatte die Funktion implementiert, nachdem es immer mehr Berichte über bestohlene User gab, denen nicht nur ihr Apple-Smartphone, sondern auch ihre komplette digitale Apple-Account-Existenz genommen wurde – teils auch zusammen mit Banking-Zugängen. Der Grund: Wer im Besitz des iPhone war, konnte allein mit der PIN den Account übernehmen, ohne das Passwort zu kennen. Apple hatte dies so implementiert, um im Falle vergessener Passwörter einfacheren Zugang zu ermöglichen.
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Mit aktivem Stolen Device Mode wird dies Dieben nun schwerer gemacht. Bei sensiblen iPhone-Aktionen wird dann zusätzlich ein biometrisches Merkmal – also Gesichtserkennung (Face ID) oder Fingerabdruck (Touch ID) – benötigt, um Änderungen vornehmen zu können. Dazu gehört die Einsicht in die Passwörter-App, das Abstellen des Verloren-Modus, das Löschen des Geräts sowie verschiedene finanzielle Funktionen im Zusammenhang mit der Apple Wallet.
Verzögerung macht iPhone sicherer
Hinzu kommt – und das ist wichtiger – eine Verzögerung von einer Stunde sowie zwei zusätzliche biometrische Authentifizierungen, wenn man Apple-Account-Funktionen durchführen will. Das ist etwa der Wechsel des Passworts, das Löschen von hinterlegten Telefonnummern und Wiederherstellungsschlüsseln, das Deaktivieren von „Wo ist?“ oder das Abdrehen des Stolen Device Mode.
Einen Pferdefuß hat die Funktion allerdings: An bekannten Orten (Apple-Begriff: „wichtige Orte“) besteht diese Verzögerung nicht. Es ist allerdings möglich, diese Bequemlichkeitsfunktion abzuschalten – was ratsam sein kann, wenn man fürchtet, dass das iPhone vom Wohnort (oder Büro) gestohlen und dort auch entsperrt wird. Wann iOS 26.4 freigegeben wird, ist noch unklar. Den Diebstahlschutz aktiviert man sonst händisch über die Sicherheitseinstellungen.
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(bsc)