RCS in Nachrichten-App: Apple beginnt mit Tests für Verschlüsselung
Bislang müssen iPhone- und Mac-Nutzer bei Verwendung von RCS ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung leben. Das ändert sich bald, hängt aber vom Provider ab.
Nachrichten-Apps von Google und Apple: Freundliche Kommunikation via RCS.
(Bild: Tada Images / Shutterstock.com)
Die Kommunikation zwischen iPhone- und Android-Benutzern ist schon seit dem vorvergangenen Jahr besser geworden: Mit iOS 18 hatte Apple endlich Unterstützung für die Rich Communication Services (RCS) in seine Nachrichten-App eingebaut. Seither ist das Chatten über Plattformen hinweg leichter geworden und die altertümliche SMS durch moderne Features abgelöst worden. Doch komplett ist das RCS-Angebot unter iOS nach wie vor nicht: So fehlt es insbesondere an einer Unterstützung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE). Praktisch bedeutet das, dass Mobilfunkanbieter technisch Einblick in die Gespräche nehmen könnten, wie das auch bei SMS der Fall ist. Künftig soll sich das endlich ändern: Mit iOS 26.4, dessen erste Entwicklerbeta seit dieser Woche zur Verfügung steht, wird E2EE für RCS von Apple endlich umgesetzt. Das hat allerdings noch den ein oder anderen Pferdefuß.
Es kommt auf den Carrier an
Wie Apple in seinen Release Notes zu dem neuen Betriebssystem mitteilt, darf die Funktion zunächst nur getestet werden. Ob die tatsächliche Auslieferung mit iOS 26.4 (und iPadOS 26.4, macOS 26.4 und watchOS 26.4) erfolgt, ist unklar – Apple schreibt dazu allerdings, dass das „in einem späteren Softwareupdate” vorgesehen sei. E2EE sei grundsätzlich nur als Beta zu verstehen.
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Hinzu kommt, dass Apple die Verschlüsselung mit Hilfe der Carrier implementiert: Die Funktion sei weder auf allen Geräten noch bei allen Mobilfunkern verfügbar, warnt das Unternehmen. Das erinnert an die grundsätzliche RCS-Funktionalität, die etwa beim deutschen Anbieter 1&1 mit großer Verspätung eingeführt worden war, da er entsprechende interne Anpassungen vornehmen musste.
Eingeschränkte Tests ohne Android-User
Googles Schritt, einfach eigene Server zu verwenden und E2EE damit selbst zu implementieren, geht Apple im Gegensatz zum eigenen iMessage-Dienst offensichtlich nicht. So lässt sich auch noch nicht sagen, ob es dazu womöglich Kompatibilitätsprobleme gibt – in der Beta ist E2EE auch nur für den Nachrichtenverkehr zwischen Apple-Geräten untereinander freigegeben. „Tests mit anderen Plattformen sind noch nicht möglich.“
Grundsätzlich ist E2EE Teil von RCS Universal Profile 3, kennt aber auch dort unterschiedliche Implementierungswege. Ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS aktiv, werden Kommunikationsstränge in der Nachrichten-App entsprechend gekennzeichnet. Universal Profile 3 bietet auch noch weitere Verbesserungen, darunter verschlüsselte Gruppenchats, Absicherung von 2FA-Codes und jene von Metadaten.
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(bsc)