Die re:publica macht einen Abstecher nach Wien
Zwei Tage im Oktober wird es erstmals die re:publica in Wien geben – und mit ihr bekanntermaßen netzpolitische Debatten und Keynotes.
(Bild: re-publica.com)
Es soll eine neue und dennoch altbekannte Veranstaltung mit „europäischer Strahlkraft“ werden. Die re:publica wird gemeinsam mit österreichischen Partnern zwei Tage im Oktober in Wiens Brotfabrik stattfinden. Thematisch orientiert sich die Wien-Ausgabe am Berliner Original und auch dem Hamburger Ableger, der inzwischen zum Reeperbahn-Festival gehört. Es geht um Netzpolitik und die digitale Gesellschaft.
Partner sind das Momentum Institut und das Magazin Moment.at. Gemeinsam wolle man ein „Leuchtturm-Event“ im deutschsprachigen Raum schaffen, das „demokratisch, progressiv, digital feministisch und gesellschaftspolitisch relevant“ ist. Das heißt, es soll mitnichten ein einmaliger Ausflug werden, sondern eine dauerhafte, jährliche Institution. Erwartet werden hunderte Teilnehmer, schreiben die Veranstalter. Die re:publica in Berlin hatte 2025 insgesamt an drei Tagen mehr als 30.000 Besucher.
Geschäftsführer ist Andreas Gebhard, Markus Beckedahl Mitgründer und kuratorischer Leiter. Er sagt: „Seit 2007 stellen wir in Berlin die Frage: Wie gestalten wir die digitale Gesellschaft? Wir freuen uns, diese Debatten auch mit unserer Community in Wien zu führen. Denn wir sind überzeugt: Eine bessere digitale (und analoge) Welt ist möglich.“ Leonhard Dobusch, wissenschaftlicher Leiter und Co-Gründer des Momentum Instituts sagt: „Moment.at und die re:publica eint die Überzeugung, dass es sich lohnt, für eine offene digitale Gesellschaft zu kämpfen.“
Kernthemen werden unter anderem sein: wie Plattformen, KI und Algorithmen politische Meinungsbildung verändern, wem die digitale Infrastruktur eigentlich gehört und wer von ihr profitiert und welche politischen Regeln wir eigentlich brauchen.
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Auch in Wien sollen Partys und Konzerte das Programm abrunden. Wer als Speaker auftreten wird, ist noch unbekannt. Los geht es am 2. Oktober. Die Berliner re:publica findet vom 18. bis 20. Mai 2026 in der Station statt. Der Call for Participation ist bereits abgelaufen. Bald sollten also erste Programmpunkte bekannt werden. Gut möglich, dass Vorträge aus Berlin nach Wien importiert werden.
(emw)