Pixel 11: Google arbeitet an Face-ID-ähnlicher Entsperrung

Googles Pixel-Smartphones sollen künftig eine bessere Gesichtsentsperrung erhalten, die denen des iPhone ähnelt – und auch bei Dunkelheit funktioniert.

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Pixel 4 mit Face Unlock

Pixel-4-Revival? Google soll seinen Pixel-Smartphones und Chromebooks eine bessere Gesichtserkennung verabreichen.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Lesezeit: 3 Min.
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Nutzerinnen und Nutzer selbst eines aktuellen Pixel-10-Smartphones dürften die Einschränkungen der Entsperrung des Smartphones mit dem Gesicht kennen: Bei Dunkelheit funktioniert sie einfach nicht. Mit dem voraussichtlich im August erscheinenden Pixel 11 könnte sich das ändern.

Das zumindest berichtet das Portal Android Authority unter Bezugnahme auf Personen, die mit der Entwicklung vertraut sind. Laut der Quelle arbeitet Google unter dem „Projekt Toscana“ an einer fortschrittlichen Gesichtserkennung, die sowohl für Android-Smartphones als auch für Chromebooks beziehungsweise PCs mit Aluminium OS geeignet sein soll.

Dem Bericht zufolge sollen Tests mit der neuen Technik, bei der womöglich Infrarotsensoren eingesetzt werden, in unterschiedlichen Lichtsituationen stattgefunden haben. Die Ergebnisse sollen dabei ähnlich gut wie bei einem iPhone mit Face ID ausgefallen sein. „Project Toscana“ soll die Geräte vergleichbar schnell entsperrt haben, heißt es. Beim Pixel-Smartphone soll Google die neue Technik mit einer einzigen Kamera-Aussparung im Bildschirm und bei zwei Chromebooks mit externen Kameras getestet haben. Die Chrombooks entsprachen offenbar, unter anderem mit sichtbaren Mainboards.

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Seit dem Pixel 8 verwendet Google eine einfache Frontkamera, unterstützt von KI für die Gesichtsentsperrung. Diese ist Google zufolge so sicher, dass etwa auch Banking-Apps diese zur Authentifizierung verwenden können. Bei ausreichend Licht funktioniert das Ganze problemlos. Bei Dunkelheit müssen Nutzer derweil auf den in den Bildschirm integrierten Fingerabdrucksensor als Alternative zurückgreifen.

Apple nutzt seit dem iPhone X ein sogenanntes Face ID mit Infrarot- und weiteren Sensoren.

(Bild: Apple)

Zum Vergleich: Apple setzt seit 2017 bei seinen Topmodellen eine sogenannte Face-ID-Technologie ein, die aus mehreren Sensoren besteht und in der Notch beziehungsweise der pillenförmigen Aussparung im oberen Teil des Bildschirms verbaut ist. Apples Lösung funktioniert unter anderem durch einen Infrarotsensor auch bei Dunkelheit zuverlässig.

Google verbaute im Pixel 4 ein „Motion Sense Array“, das Apples Face-ID ähnlich war. Die kommende Generation soll weitgehend unter dem Bildschirm verschwinden.

(Bild: Google)

Für Google wäre eine solche Lösung nicht vollkommen neu, denn beim Pixel 4 setzte die Firma auch schon ein großes Sensorarray mitsamt Infrarotsensor ein. Bei der 5er-Generation stampfte Google das Sensorarray wieder ein, inklusive des Miniradars für die Gestensteuerung, die kaum Anklang fand.

Über eine Rückkehr der Gesichtserkennungstechnologie soll Google schon seit 2024 nachdenken, heißt es. Angesichts der technologischen Erfahrung des Herstellers spekuliert Android Authority, dass eine verbesserte Face-ID-Alternative bereits im Pixel 11 integriert sein könnte. Die nächste Generation der Pixel-Reihe wird im August dieses Jahres erwartet.

Da Google solche technologischen Entwicklungen gelegentlich schon vor der eigentlichen Enthüllung der fertigen Produkte präsentiert, könnte der Konzern sie in diesem Jahr vielleicht im Zuge der Google I/O vorstellen. Die Entwicklerkonferenz findet am 19. und 20. Mai statt.

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