Großinvestor Berkshire Hathaway verkauft erneut Apple-Aktien
Das Unternehmen des legendären Investors Warren Buffett steckt seit 2016 Geld in Apple. Der Anteil wurde nun erneut zurückgefahren.
Investor Warren Buffett kündigte im letzten Jahr seine Rente an.
(Bild: Kent Sievers / Shutterstock)
Berkshire Hathaway hat im vierten Quartal 2025 erneut Apple-Aktien im großen Stil abgestoßen. Das Investmentunternehmen des weltberühmten Finanzmannes Warren Buffett trennte sich von 4 Prozent seiner Anteilsscheine an dem iPhone-Konzern. Berkshire bleibt allerdings weiterhin Großinvestor – zum damaligen Stand betrug der Wert des Anteils, den die Firma an Apple danach noch hielt, weiterhin 62 Milliarden US-Dollar. Es ist zudem weiterhin das größte Einzelinvestment, berichtet Reuters.
Immer noch das größte Einzelinvestment
Es ist unklar, ob Buffett, der den Kauf von Apple-Aktien bereits im Jahr 2016 begonnen hatte und sich bei Konzernchef Tim Cook für den Kursanstieg persönlich bedankte, an der Entscheidung beteiligt war. Buffett hatte im letzten Jahr mit 95 Jahren beschlossen, aus dem Tagesgeschäft in Rente zu gehen. Seit dem 1. Januar 2026 ist Greg Abel neuer CEO von Berkshire, wobei Buffett als Chairman im Verwaltungsrat bleibt. Portfolio-Direktor ist Ted Weschler. Berkshire gab in einem Börsenbericht nicht an, wer bei dem Apple-Aktienpaket intern den Hut aufhat.
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Anderen Tech-Beteiligungen Berkshires erging es im vierten Quartal 2025 indes noch schlechter: So wurden durch die Investmentfirma satte 77 Prozent der 10 Millionen Amazon-Aktien im Portfolio veräußert. Zu den „Gewinnern“ zählte hingegen ein ungewöhnliches Investment: Berkshire kaufte knapp 5 Millionen Anteilsscheine an der Zeitung New York Times, mit rund 350 Millionen Dollar waren die allerdings ein Schnäppchen. Berkshire war zuvor 2020 aus dem Zeitungsgeschäft ausgestiegen. Bis dahin besaß Berkshire eine Lokalzeitungsgruppe.
Erstes Experiment mit Tech-Aktien
Die Apple-Aktie hat aktuell einen Unternehmenswert von knapp 3,8 Billionen Dollar. Buffett, der Berkshire Hathaway 60 Jahre lang führte, hatte sich vor nunmehr zehn Jahren entschieden, erstmals in den Tech-Sektor einzusteigen – und wählte Apple. 2023 sagte Buffett bei der Aktionärskonferenz von Berkshire, das iPhone sei ein „außergewöhnliches Produkt“, das die Leute einfach nicht abgeben wollten.
„Apple ist bei den Verbrauchern in einer Position, in der sie 1.500 Dollar für ein Telefon bezahlen“, so Buffett. Die Investmentfirma macht traditionell keine bis wenig Angaben dazu, warum sie Entscheidungen trifft. Bei Apple profitierte Berkshire auch von den reichhaltigen Dividendenzahlungen. 2023 hielt die Buffett-Firma noch 5,6 Prozent an Apple.
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(bsc)