macOS 27: Intel-Apps sagen zum Abschied leise Servus

Mit macOS 26.4 gibt es weitere deutliche Hinweise auf das Ende des Supports fĂĽr Intel-Anwendungen. Von heute auf morgen geht es aber nicht.

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Blaues Intel-Schild vor einem Gebäude mit einer Glasfront

Blaues Intel-Schild vor einem Gebäude mit einer Glasfront: Apple mag nur noch Apple Silicon.

(Bild: Tada Images/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Macs mit Intel-Prozessoren sind noch bei vielen Nutzern aktiv, schließlich leitete Apple seinen Switch zu ARM-Chips erst 2020 ein. Doch das Ende des x86-Zeitalters bei dem Konzern aus Cupertino naht: macOS 26 ist die letzte Version des Betriebssystems, die überhaupt noch auf diesen Maschinen läuft, ab macOS 27 muss es ein Apple-Silicon-Mac sein. Doch dabei bleibt es nicht: Ab macOS 28 lassen sich auch keine Apps mehr nutzen, die für diese Systeme kompiliert wurden. Diese Warnung erteilt Apple nun noch einmal deutlich, wie Betatester von macOS 26.4 mitteilen.

Versucht man ein entsprechendes Programm zu starten, startet dieses nicht einfach. Stattdessen liefert Tahoe ein Pop-up-Fenster, in dem steht, dass diese App künftig nicht mehr lauffähig sein wird. Denn Apple plant, nur noch macOS 27 mit der Übersetzungsschicht Rosetta 2 auszurüsten. Danach – also spätestens ab Herbst 2027 – ist Schluss damit und Apps laufen einfach nicht mehr.

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Rosetta 2 hatte den Umstieg von der x86-Architektur zu ARM-Maschinen stressfrei gemacht – tatsächlich läuft Intel-Code auf Apple-Silicon-Rechnern gleich schnell oder sogar schneller, wofür Apple viel Lob bekam. Doch der Konzern will die alte Architektur nicht ewig unterstützen und macht deshalb nun einen Schnitt.

Das neue Pop-up, das mit macOS 26.4 vermutlich ab April oder Ende März eingeführt wird, soll auch dabei helfen, Druck auf Entwickler auszuüben, die ihre Apps immer noch nicht auf Apple-Silicon-Code umgestellt haben. Apples Gedanke: Nutzer, die die Botschaft erhalten, beschweren sich bei den Entwicklern – und die werden dann hoffentlich endlich tätig. Ob das wirklich so läuft, ist aber unklar. Es ist durchaus möglich, dass Entwickler entweder keine Ressourcen haben, die Anpassung vorzunehmen – oder es sich für sie schlicht nicht mehr lohnt. Damit könnte es passieren, dass gewohnte Nutzungsabläufe ab 2027 mit macOS 28 ihr Ende finden und Alternativen gesucht werden müssen.

In der jüngeren Vergangenheit gab es unter macOS bereits ein solches Beispiel: Apple stellte von der gewohnten 32-Bit-Architektur auf die 64-Bit-Architektur um. Mit macOS aus dem Jahr 2019 war es dann mit dem Support für 32-Bit-Apps vorbei. Entwickler, die die Investitionen in eine Umstellung scheuten, machten dann einfach nicht mehr mit – und User standen ohne App-Support da.

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(bsc)