Europas Smartphonemarkt: iPhone dominiert – Speicherkrise trübt 2026
Europas Smartphonemarkt wuchs 2025, angeführt von Apple und Samsung. Doch steigende Speicherpreise könnten 2026 zu einem Rückgang führen.
Apples iPhones verkaufen sich laut Counterpoint auch in Europa ausgezeichnet.
(Bild: mac & i)
Ein Drittel aller im vierten Quartal 2025 abgesetzten Smartphones waren iPhones. Der südkoreanische Mitbewerber Samsung konnte in Europa allerdings auch weiter zulegen. Das größte Wachstum erzielte Honor.
iPhones dominierten
Laut den Zahlen von Counterpoint Research endete das europäische Smartphone-Jahr 2025 mit einem Hoch: Im vierten Quartal 2025 stiegen die Smartphone-Auslieferungen um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Vor allem Apple profitierte von der robusten Nachfrage nach der iPhone-17-Serie, die Ende des dritten Quartals eingeführt wurde, sowie dem starken Wachstum in Osteuropa. So konnte Apple im vierten Quartal um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zulegen und erzielte einen Marktanteil von 33 Prozent (31 Prozent in Q4 2024). Samsung wuchs laut Counterpoint im vierten Quartal 2025 um vier Prozent und erzielte einen Anteil von 29 Prozent (28 Prozent in Q4 2024).
(Bild: Counterpoint Research)
Zudem konnte der chinesische Hersteller Honor „seine Dynamik der letzten 18 bis 24 Monate“ fortsetzen und wuchs um 18 Prozent. Mit einem Marktanteil von vier Prozent kommt der Hersteller aber noch lange nicht an den drittplatzierten Hersteller Xiaomi heran, der im vierten Quartal einen Marktanteil von 16 Prozent verzeichnete. Im Vergleich zum Vorjahresquartal muss Xiaomi einen Verlust von sechs Prozent hinnehmen. Counterpoint spekuliert, dass ein Grund dafür die 15T-Serie sein könnte, „die nicht ganz an die Leistung der beliebten 14T-Serie heranreichen konnte“. Zu kämpfen hat in Europa zudem die Oppo-Familie, die neben Oppo aus OnePlus und Realme besteht. Oppo hat überdies erst im Januar 2026 die eigenen Smartphone-Modelle nach einer Pause von etwa 3,5 Jahren offiziell nach Deutschland zurückgebracht. Der fünftstärkste Hersteller in Europa, Realme, verlor im vierten Quartal 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Als weitere Wachstumskandidaten auf dem europäischen Markt nennt Counterpoint Google und Motorola. Diese sind jedoch nicht unter den Top 5 vertreten. Die genannten Unternehmen wie auch Sony, OnePlus und Oppo teilen sich 15 Prozent des Marktes.
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2026 wird wohl hart
Das Smartphone-Jahr 2026 steht laut dem Analyseunternehmen unter keinem guten Stern: „Es zeichnen sich Probleme ab, da die erwarteten Preissteigerungen bei Speicherchips 2026 zu einem deutlichen Rückgang führen dürften.“ Vor allem die Geräte der unteren Preisklassen würden dabei vor den größten Herausforderungen stehen. Counterpoint prognostiziert, dass die Smartphone-Lieferungen in den nächsten Quartalen einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr Vor allem die Geräte der unteren Preisklassen würden dabei vor den größten Herausforderungen stehen. Counterpoint prognostiziert, dass die Smartphone-Lieferungen in den nächsten Quartalen einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr verzeichnen werden. Die Analysten erwarten, dass die RAM-Preise bis zum zweiten Quartal 2026 um weitere 40 Prozent steigen könnten.
Mit dieser Prognose ist Counterpoint nicht allein: Schon Ende vergangenen Jahres sagte die Analysefirma TrendForce voraus, dass im Smartphonemarkt vor allem das Einsteiger- und Mittelklasse-Segment betroffen sein dürfte. Nothing-CEO Carl Pei bezifferte die Speicherkostensteigerung in einigen Fällen bereits auf bis zu 300 Prozent. Zudem könnten Hersteller ihre Geräte wegen der Speicherkrise allgemein mit weniger RAM ausstatten, um die bisherigen Preise zu halten. Erste Hersteller haben außerdem bereits Preiserhöhungen für ihre kommenden Modelle angekündigt – unter anderem Xiaomi und Nothing.
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(afl)