US-Lawinenunglück: iPhone-Funktion „Notruf SOS via Satellit“ half bei Rettung

Apple bietet seit einigen Jahren die Möglichkeit, per Textnachricht außerhalb von Mobilfunkempfangsgebieten zu kommunizieren. In den USA rettete das Leben.

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Notruf via Satellit auf dem iPhone

Notruf via Satellit auf dem iPhone: Derzeit noch gratis.

(Bild: Apple)

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Bei einem schwerwiegenden Lawinenabgang im Tahoe-Gebiet in den US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien spielte auch die in aktuellen iPhones integrierte Satelliten-Notruf-Funktion eine Rolle. Laut einem Bericht der New York Times sollen die sechs Überlebenden vom vergangenen Dienstag nicht nur einen Notfall-Beacon dabeigehabt haben, um schneller gefunden zu werden, sondern kommunizierten mit den Rettungsdiensten auch über ein mitgeführtes Apple-Smartphone. Über einen Zeitraum von vier Stunden sei einer der Skiführer, der sich bei der Gruppe der Verunglückten befand, mit dem Sheriff’s Office auf der Nevada-Seite in Kontakt geblieben. Er konnte Informationen weitergeben, um zu übermitteln, welche Rettungsmaßnahmen möglich sind – samt Einschätzungen der Lage.

Die Funktion, die auf Englisch „Emergency SOS via Satellite“ und auf Deutsch „Notruf SOS via Satellit“ (Übersicht der abgedeckten Länder) heißt, steht auf allen iPhones ab der Modellreihe 14, erschienen im Herbst 2022, zur Verfügung. Der Dienst wird von Apple bislang mindestens zwei Jahre nach Aktivierung eines Gerätes kostenlos offeriert, praktisch wurde jedoch noch nie Geld verlangt.

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Die Idee: Nutzern soll es möglich sein, in Gebieten ohne Mobilfunkabdeckung Hilfe zu holen – samt Positionsangaben. Eine Sprachkommunikation ist nicht möglich, dafür können Textnachrichten verschickt werden. Das iPhone muss dazu freie Sicht auf einen der verwendeten Globalstar-Satelliten haben. In der Praxis funktioniert das so: Zunächst muss man versuchen, die lokale Notrufnummer zu wählen. Kommt kein Kontakt zustande, bietet das iPhone die Satelliten-Notruf-Funktion an. Nutzer sollten sich zuvor nach draußen begeben, in Innenräumen ist der Empfang nicht gegeben.

Neben der Notruf-Funktion erlaubt Apple auch das Verschicken von Textnachrichten an Freunde und Familie samt Standortdaten. In den kommenden iPhone-Generationen könnte auch eine vollwertige Internet-Versorgung hinzukommen. In den USA gibt es bei T-Mobile zudem eine Alternative via Starlink.

Der Lawinenvorfall in Tahoe hatte in den USA Bestürzung ausgelöst. Mindestens sechs Amateure und drei Skiführer kamen dabei um, deren Leichen mittlerweile auf der kalifornischen Seite geborgen worden sind.

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(bsc)