Bist du über 18? Apple beginnt in ersten Ländern mit iPhone-Altersprüfung
In ersten Ländern blockiert Apple App-Downloads, wenn sich Nutzer nicht als über 18 ausweisen können. Geprüft wird das offensichtlich auf Systemebene.
(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)
Apple hat offensichtlich damit begonnen, das Alter von Kunden beim Zugriff auf Inhalte zu überprüfen. In ersten Ländern blockiert das Unternehmen nun den Download von Apps mit einer Altersfreigabe von „18+“, solange nicht durch „angemessene Methoden“ nachgewiesen wurde, dass der Zugriff durch einen Erwachsenen erfolgt. Der App Store führe diese Prüfung automatisch durch, teilte Apple gegenüber Entwicklern mit. Die Alterssperre gilt ab sofort in Australien, Brasilien und Singapur. Was genau unter diese „angemessenen Methoden“ falle, erläuterte das Unternehmen nicht.
Kreditkarten- oder Ausweis-Scan erforderlich
Einzelnen Nutzerberichten aus Großbritannien zufolge versucht Apple auch dort, das Alter anhand der Kreditkartendaten zu verifizieren. „Bestätigen Sie, dass Sie 18+ sind, um Ihre Einschränkungen zu aktualisieren“, lautet der übersetzte Text aus einem Systemdialog, der offenbar aus der Beta von iOS 26.4 stammt. „Um diese Einschränkungen zu ändern, setzt Großbritannien voraus, dass Sie bestätigen, ein Erwachsener zu sein“, erläutert Apple weiter.
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Im Kleingedruckten merkt der Konzern an, für die Altersprüfung werde die im Account hinterlegte Kreditkarte herangezogen oder der Zeitraum beachtet, für den das Nutzerkonto bereits besteht. Alternativ könne es „helfen“, das Alter über das Einscannen einer Kreditkarte zu verifizieren. Auf Reddit berichtet ein anderer Nutzer, er habe alternativ auch seinen Ausweis abfotografieren können. Wie Apple diese sensiblen Daten konkret erfasst und verwaltet, bleibt unklar. Bis das Alter bestätigt wurde, sind App-Downloads und In-App-Käufe dem Hinweis zufolge gesperrt.
App-Store-Betreiber als Jugendschützer
Die Forderungen nach einer Altersprüfung durch die großen App-Store-Betreiber Apple und Google wurden in den vergangenen Monaten immer lauter. Apple wies dies bislang unter Verweis auf Datenschutz von sich, man wolle nicht zentral die Ausweisdaten von Nutzern speichern. Alterssperren sind plötzlich in mehreren Ländern anzutreffen, etwa bei Social Media oder rund um pornografische Inhalte – letztere dürfen allerdings gar nicht in den App Store. Bei Apps, die dort inzwischen als 18+ eingestuft sind, handelt es sich hauptsächlich um leicht anrüchige Video-Chat-Apps und Sportwetten.
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(lbe)