Touchscreen-MacBook: Wie sich Apple die neue Oberfläche vorstellt

Apple plant nach glaubwürdigen Berichten erstmals MacBooks mit Touch – wahrscheinlich bereits im Herbst. Was das für die macOS-UI bedeutet.

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Aufgeklapptes MacBook: Bald mit Touch?

Aufgeklapptes MacBook: Bald mit Touch?

(Bild: Omar Tursic / Shutterstock.com)

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Offenbar ist es noch in diesem Jahr so weit: Apple plant die Einführung seines allerersten MacBooks mit Touchscreen. Berichten zufolge wird die Funktion in das MacBook Pro mit M6-Chip bereits im Herbst 2026 implementiert. Die Geräte kommen angeblich mit überarbeitetem Formfaktor (dünner), erstmals OLED-Displays sowie vermutlich weiterhin in zwei Größen (14 und 16 Zoll). Die zentrale Frage ist nun, wie man sich die Bedienung vorzustellen hat. Denn Apple lehnte die Fingerbedienung von Notebooks stets ab. So hatte der 2011 verstorbene Konzernmitbegründer Steve Jobs bereits im Oktober 2010 mitgeteilt, Apple habe zahlreiche User-Tests damit durchgeführt. Das sehe bei Demos zwar gut aus, doch ergonomisch schrecklich sei das – und man bekomme bald das Gefühl, dass einem der Arm abfalle. Resultat: Apple setzte bei seinen Notebooks weiterhin auf das (große) Multitouch-Trackpad, die Touch-Bedienung kam (ebenfalls 2010) ins iPad mit angepasster Oberfläche, die sich vom iPhone ableitete.

Und trotzdem setzt Apple den ersten Mac-Touchscreen nun um, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag berichtete. Demnach plant Apple einen Kombinationsansatz: macOS lässt sich künftig auch per Finger auf dem Bildschirm bedienen, doch es kommt nicht zum Zwang. Klar scheint bereits zu sein, dass typische und einfach zu verwendende Multitouch-Gesten zum Scrollen oder Zoomen möglich sein werden (etwa „Pinch to Zoom“). macOS an sich soll sich aber nicht grundsätzlich ändern, sondern dynamisch anpassen können, sobald Nutzer den Finger aufs Display heben.

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Apple hatte mit macOS 26 alias Tahoe bereits zahlreiche Änderungen am System vorgenommen. Neben dem umstrittenen Liquid-Glass-Look des mittlerweile zu Meta gewechselten Designmanagers Alan Dye betraf das auch Bedienelemente wie Icons oder Benachrichtigungen, die mehr Raum lassen. Gleiches gilt für Schieber und andere UI-Elemente. Es wird vermutet, dass Apple hier erste Schritte in Richtung Touch-Bedienung implementiert hat. Selbst die ungeliebten runderen Fenster sprechen hierfür, da mehr Platz für „Fehltreffer“ bleibt.

Apples plant für macOS 27 scheint nun zu sein, dass die Nutzeroberfläche sich automatisch anpasst. Nutzt man den Touchscreen nicht, sieht die UI aus wie zuvor. Kommt der Finger in die Nähe, sollen sich unter anderem, schreibt Bloomberg, neue Menüs öffnen, die passende Aktionen liefern, ohne dass man sich durch Menüs klicken muss. Das Ziel sei es, den Benutzern die Steuerelemente zur Verfügung zu stellen, die je nachdem, ob sie mit dem Finger tippen oder das Trackpad klicken, am sinnvollsten sind.

Ein Beispiel ist auch die Menüleiste: Versucht man, hier einen Punkt zu selektieren, soll dieser unter dem Finger größer werden, damit die Auswahl leichter wird. Andere Menüs wie die Emoji-Auswahl werden automatisch größer dargestellt. Nicht geplant ist schließlich, dass man auf dem Screen tippen können soll. Auch gibt es keine Pläne, das Mac-Display umklappbar zu machen, damit der ganze Rechner zum Tablet wird, wie man es von Windows-Systemen kennt.

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(bsc)