KI im Telefonat – Telekom bringt Assistenten in die Leitung
Ăśbersetzung, Fragen, Zusammenfassungen: Der Magenta AI Call Assistant bringt KI in Echtzeit in jedes Telefonat.
(Bild: ricochet64/Shutterstock.com)
Ähnlich wie man einen KI-Chatbot in einen Chat mit Gesprächspartnern holen kann, soll man künftig auch einen KI-Assistenten in Telefonate holen können. Das ermöglichen die Telekom und ElevenLabs. Der Assistent kann dann in den Gesprächen Fragen beantworten, übersetzen und Inhalte zusammenfassen – alles direkt aus dem Netz, wie es die Telekom sagt. Auch agentische Fähigkeiten, wie das Reservieren eines Tisches im Restaurant, sollen möglich sein.
Das Angebot nennt sich Magenta AI Call Assistant und wird von der Telekom auf dem MWC in Barcelona vorgestellt. „Mit unserem Magenta AI Call Assistant sind wir die ersten weltweit, die solche KI-Funktionen direkt aus dem Netz anbieten. Wir beseitigen Barrieren. Keine Apps, keine speziellen Geräte, keine technische Komplexität“, sagt Abdu Mudesir, Vorstand Product und Technology bei der Telekom.
Kunden in Deutschland sollen als Erste von der KI-Assistenz profitieren. Sie soll noch in diesem Jahr verfügbar sein – wann genau, ist unklar. Ebenfalls ist nicht bekannt, was der Dienst kosten wird. Das will die Telekom zum Start bekannt geben.
„Hey Magenta“ weckt die KI
Ob das Angebot aber tatsächlich auf Gegenliebe stößt, wird abzuwarten sein. Als beispielsweise WhatsApp Meta AI integriert hat, gab es Proteste. Der KI-Chatbot reagiert dabei nur auf direkte Ansprache in den Chats. Es lässt sich zudem verhindern, dass ein Gesprächspartner ihn in den Austausch holt.
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Auch bei der Telekom muss man den Assistenten mittels „Hey Magenta“ aufwecken. Solange er nicht aktiviert ist, werden keine Inhalte eines Gesprächs „gespeichert oder analysiert“, schreibt die Telekom. Gesprächspartner werden informiert, sollte die KI involviert werden. Um den Assistenten nutzen zu können, muss man sich anmelden. Laut Telekom spiegelt das „europäische Datenschutzstandards und das Engagement der Telekom für verantwortungsbewusste KI“ wider.
Entstanden ist der KI-Assistent in Zusammenarbeit mit ElevenLabs. Er baut nach eigenen Aussagen auf eigenen Modellen und Agenten auf. Die Fähigkeiten des Magenta-Assistenten sind grundsätzlich die üblichen. Da der Assistent noch nicht zum Ausprobieren bereitsteht, lässt sich über die Qualität noch keine Aussage treffen. Fraglich ist auch, wie die agentischen Fähigkeiten funktionieren. Für diese bedarf es schließlich eines Zugangs zum Web.
(emw)