Tschüss, Core ML: Apple plant neues KI-Framework

Einem Bericht zufolge wird Apple seinen KI-Ansatz für Entwickler überdenken. Auf Core ML folgt „Core AI” – mit moderneren Methoden.

vorlesen Druckansicht 2 Kommentare lesen
Apple-Intelligence-Icon mit Farbverlauf

Apple-Intelligence-Icon mit Farbverlauf: Core AI als neuer Bestandteil.

(Bild: Apple)

Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die mit iOS 27, macOS 27 und Co. geplanten Apple-Intelligence-Verbesserungen, die dank Google-Gemini-Unterstützung erstmals auch einen „echten“ Siri-Chatbot ermöglichen sollen, bringen auch Neuerungen auf der Entwicklerseite mit. Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman beerdigt Apple mit der Einführung der neuen Betriebssysteme im Herbst auch sein traditionelles Core-ML-Framework, mit dem Entwickler auf Verfahren aus dem Bereich des Maschinellen Lernens zugreifen können. Es wurde in den vergangenen Jahren mit mehr und mehr Apple-Intelligence-Funktionen nachgerüstet.

Die Idee sei, Core ML durch etwas „ein wenig moderneres” zu ersetzen. Das hat auch mit Marketingaspekten zu tun: Maschinelles Lernen (ML) gilt mittlerweile in der KI als geradezu altertümlicher Begriff. Die Kernfunktionalität von „Core AI“ bleibt aber unverändert: Apples KI-Modelle, die nun teilweise von Google kommen, in eigene Programme einzubauen. Apple lockt dabei mit der Möglichkeit, ohne die Verwendung von Third-Party-Modellanbietern wie OpenAI oder Anthropic auszukommen. iOS-, iPadOS- und macOS-Programme können sich stattdessen Apples eigener Technik bedienen, was zumindest aktuell kostenlos ist.

Videos by heise

Bislang hält sich die Nutzung aber noch in Grenzen, da Apples Modelle als nicht konkurrenzfähig gelten. Bei komplexeren Aufgaben greifen Entwickler via API auf OpenAI, Anthropic und Co. zurück. Spannend wird, ob dies mit den neuen Apple-Modellen auf Gemini-Basis anders wird. Apple plant zunächst allerdings nur, ältere Gemini-Modelle auf eigenen KI-Servern laufen zu lassen, bevor die neuesten Modelle dann aus Googles Rechenzentren angeliefert werden. Da Apple Google keinesfalls Nutzerdaten überlassen will, muss dies vollständig verschlüsselt erfolgen, woran der Konzern intern wohl derzeit arbeitet.

Einfach wird das nicht. Zuletzt wurden zudem erneut neue Siri-Funktionen verschoben, was vermutlich auch mit dem Umstieg auf Gemini-Basistechnik zu tun hatte. Dabei soll es der Sprachassistentin endlich möglich werden, auf vorhandene iPhone-Inhalte dynamisch zuzugreifen, den Bildschirm auszulesen sowie Apps zu bedienen.

Im Juni ist es ein Jahr her, dass Apple-Softwareboss Craig Federighi mitgeteilt hatte, dass die kontextsensitive Siri „keine Vaporware“ sei.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

(bsc)