Samsung will Satellitenkommunikation mit Galaxy-Handys ausweiten
Samsung kĂĽndigt die Ausweitung der Satellitenkommunikation mit Galaxy-Smartphones von S22 bis S26 an.
(Bild: Andrey Armyagov/Shutterstock.com)
Samsung kündigt die Ausweitung der Satellitenkommunikation auf Smartphones der Galaxy-Baureihen S22 bis S26 an. Rund um den Globus sollen mehr Dienste verfügbar werden, in den USA, Japan und Europa. Damit will Samsung die Sicherheit der Nutzer verbessern und „nahtlose Mobilfunk-Erfahrungen durch Verbindungen der nächsten Generation“ anbieten.
In Samsungs Ankündigung konkretisiert das Unternehmen jedoch in den Fußnoten, dass die Satellitenkommunikationsfunktionen in Europa zunächst im Vereinigten Königreich nach Plänen der Provider verfügbar werden sollen; als unterstützten Provider nennt Samsung derzeit „Virgin Media O2“. Die Verfügbarkeit der Satellitenkommunikation kann von der Betriebssystem- und One-UI-Version abhängen und variiert zudem bei den unterstützten Funktionen je nach Handymodell, Netzwerk und Markt. In den USA sind etwa Verizon und T-Mobile mit an Bord, in Japan KDDI. Ob Samsung für den DACH-Raum oder zumindest für Deutschland Ähnliches im Köcher hat, konnte uns das Unternehmen auf Anfrage bislang noch nicht beantworten.
Die Ankündigung strotzt vor üblichen Marketingfloskeln, im Kern hat Samsung aber erkannt, dass verlässliche Verbindungen immer wichtiger werden. Satellitenkommunikation wurde für Notfallmaßnahmen und rudimentäre Kommunikation entwickelt, wenn herkömmliche Mobilfunknetze nicht verfügbar sind, führt Samsung aus. Jedoch nehme die Bedeutung der Satellitenkommunikation innerhalb kommerzieller Mobilfunknetze zu, um sie zu stabilisieren und Dienste nahtloser anbieten zu können.
Samsung: Seit 2025 Satellitenkommunikation verfĂĽgbar
Bereits seit 2025 unterstützt Samsung dem eigenen Bekunden nach auf ausgewählten Galaxy-Flaggschiffmodellen und der Galaxy-A-Serie diese Form der Kommunikation. Das Unternehmen weitet seitdem die Anzahl an unterstützten Modellen aus. Diese Funktionen verteilt Samsung in Phasen, je nach regionalen Netzwerkfähigkeiten und regulatorischen Voraussetzungen. Samsung will weiter mit Netzwerk- und Satellitenprovidern zusammenarbeiten und am Ende einen verlässlichen Zugang zu kritischen Kommunikationsmitteln in wichtigen Momenten bereitstellen. Insbesondere in Regionen, in denen es keine klassischen Mobilfunknetze gibt, sollen Samsung-Nutzer und -Nutzerinnen Zugang zu satellitengestütztem Messaging und Datendiensten zusätzlich zur Notfallhilfe erhalten.
In den USA stehen laut Samsung Text- und Datendienste aufgrund einer Zusammenarbeit von T-Satellite mit Starlink über T-Mobile für Geräte bereit, die nach dem Galaxy S21 veröffentlicht wurden. Verizon bietet eSOS und Textnachrichten für Geräte nach dem S25 an. Mit AT&T arbeitet Samsung noch an einem Angebot für kommende Smartphones. Neben dem Angebot von Virgin Media O2 im Vereinigten Königreich legt Samsung zusammen mit MasOrange in Spanien mit ersten Versuchen los. Außerdem arbeitet Samsung mit Vodafone an Satellitenkommunikation für Galaxy-Handys. In Japan gibt es bereits seit 2025 Textnachrichten via Satellit, Datenfunktionen und die Anbindung an das Earthquake and Tsunami Warning System (ETWS) seit dem Galaxy S22 und in der Galaxy-A-Baureihe; alles beim Anbieter KDDI. In diesem Jahr soll Satellitenkommunikation auch auf Geräte in den Netzen von Softbank und docomo kommen. Ohne genaueren Zeitplan läuft die Zusammenarbeit mit Rakuten Mobile für Satellitenkommunikation.
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Derzeit haben zahlreiche Mobilfunkprovider und Smartphone-Hersteller Pläne zur satellitengestützten (Notfall-)Kommunikation. Die Telekom hat am Montag dieser Woche auf dem MWC in Barcelona eine Kooperation mit Elon Musks Starlink angekündigt, um derartige Optionen auf geeigneten Endgeräten anbieten zu können. Der Hersteller von Prozessoren für den Mobilfunkeinsatz MediaTek hat am heutigen Dienstag ebenfalls eine Starlink-Kooperation mit diesem Ziel verkündet. Auch für Autos soll die Satellitenkommunikation nun kommen.
(dmk)