Interview: Wie Psiphon und Conduit gegen iranische Internetzensur vorgehen
Mit welcher Technik hiesige Internetnutzer Menschen im Iran helfen können, Internetzensur zu umgehen, erklärt Keith McManamen von Psiphon im Interview.
Wenn das iranische Regime das Internet nicht gerade ganz abschaltet, zensiert es den Zugang trotzdem stark, indem es klassische VPN-Anbieter und ihre Gateway-Server blockiert. Teils sollen ganze IP-Bereiche beliebter Hoster auf den Sperrlisten stehen.
Daher sind sogenannte „Filterbrecher“ im Iran beliebt. Eine populäre Anwendung ist Psiphon von der gleichnamigen kanadischen Firma. Hervorgegangen ist die Software zur Umgehung von Internetzensur (und das Unternehmen) aus einem Projekt, dass 2006 von Mike Hull und anderen am Citizen Lab der Universität Toronto gestartet wurde. Die Psiphon-App installieren sich Nutzer auf ihre Internetgeräte, um mittels Tunnel die Internetsperren in ihrem Land zu überwinden.
Technisch hat sich Psiphon im Laufe der Zeit mehrfach gewandelt. Es startete zunächst als Peer-to-Peer-Proxy, den Menschen in unzensierten Ländern für von Internetzensur betroffene Freunde und Familienangehörige betreiben konnten. Da dieser P2P-Ansatz nicht gut skalierte, nutzte Psiphon 2 ein Netzwerk von Web-Proxys und schließlich kamen mit Psiphon 3 Client-Apps für Windows, Android und iOS.
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