Kia EV4 Fastback im Test: Provokation auf sanften Pfoten
Der Kia EV4 Fastback ist auf den ersten Blick geradezu provokant gestaltet. Technisch ragt er nicht heraus, was fĂĽr den Alltag mehr Vor- als Nachteile hat.
Der Kia EV4 Fastback ist eine provokante Erscheinung.
(Bild: Florian Pillau / heise Medien)
Möglicherweise wird ein Betrachter dem Kia EV4 Fastback am ehesten gerecht, wenn er seine äußere Gestaltung als Kunst ansieht. Auch die entzieht sich oftmals einer allgemein verbindlichen Interpretation und überlässt dem Betrachter, seinen ganz eigenen Zugang zu finden. Zuspruch für seine Form gab es während des EV4-Tests nirgendwo, aber vielleicht fliegen ihm genau deshalb die Herzen von Individualisten massenhaft zu, so schwer zu glauben mir das auch fällt. Dabei hat Kia insgesamt wieder einmal ein sehr ordentliches Elektroauto hingestellt. In einem immer dichter besetzten Umfeld muss die Marke allerdings dranbleiben und ein paar nervende Kleinigkeiten abstellen.
- MarkteinfĂĽhrung im Oktober 2025
- Länge/Breite/Höhe: 4730/1860/1480 mm
- Elektroantrieb mit 150 kW
- Batterien mit 58,3 kWh oder 81,4 kWh (brutto)
- Preis ab 41.490 Euro (Stand: 1. Februar 2026)
- Stärken: Sehr leise, relativ gute Fahrleistungen
- Schwächen: Unbequemer Fond, schlecht zugänglicher Kofferraum
Was ist das nur?
Man kann dem EV4 Fastback sicher vieles vorwerfen, eine durchschnittliche Erscheinung ist er allerdings nicht. Die Schnauze ist extrem kurz, das Heck dafür ausladend. Eine flache Heckscheibe lässt eine große Klappe vermuten, doch tatsächlich geöffnet werden kann nur das Blech hinter der Heckscheibe. Die Öffnung ist schmal, die Ladekante hoch, die Beladung dementsprechend mühsam. Die 4,73 m lange Limousine bietet 490 Liter Kofferraum, was nicht gerade üppig erscheint. Den ähnlich langen Mercedes CLA EQ (Test) hängt er damit locker ab, denn der ist mit 405 Litern noch etwas knapper geschnitten. Dennoch: Für ein derart großes Auto wie den EV4 Fastback mit einem so voluminösen Heck sind das keine Fabelwerte.
Nur vorn bequem
Auch in der zweiten Reihe wird deutlich, dass für die Form einer Limousine Kompromisse nötig sind. Der Abstand zwischen Fußraum und Sitzfläche ist knapp bemessen, sodass Hinterbänkler mit stark angewinkelten Beinen dort ausharren. Wirklich gemütlich ist das nicht. Vorn dagegen gibt es ausreichend Platz und auch die Sitze fand ich okay. Hinzu kommt eine sorgsame Verarbeitung und eine gute Geräuschdämmung. Der EV4 Fastback ist noch etwas leiser als der direkt davor gefahrene Peugeot e-308 SW (Test). Selten, aber manchmal eben doch wäre ein hinterer Scheibenwischer ganz hilfreich, befand mein Kollege Florian. Nicht so hilfreich fand er, dass die Kofferraumklappe auch aufspringe, wenn man einfach auf dem Gehsteig knapp um das Heck herumlaufe.
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