USB-C-AnschlĂĽsse: So funktionieren sie beim MacBook Neo

Kein Mac hat derzeit so wenige Anschlüsse wie das MacBook Neo. Für viele Anwendungen wird es Dongle brauchen – aber es hätte schlimmer kommen können.

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MacBook Neo mit Ports

MacBook Neo mit Ports: Zweimal USB-C, einmal Klinke.

(Bild: Apple)

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Als das MacBook mit 12 Zoll im Jahr 2015 auf den Markt kam, kostete es 1449 Euro – und damit mehr als doppelt so viel wie das in der vergangenen Woche vorgestellte MacBook Neo. Apples bislang kompaktestes Notebook war mit dem verbauten Intel Core M jedoch nicht nur deutlich langsamer als das heutige Neo, sondern es wurde auch noch mit einer umstrittenen Weglassung versehen: Es gab nur einen einzigen USB-C-Anschluss für Daten und Laden. Diesen Fehler wiederholt Apple beim neuen Neo glücklicherweise nicht – und verbaut, neben einem Klinkenanschluss für Kopfhörer (allerdings nur niederohmige), ganze zwei USB-C-Buchsen. Perfekt ist das keineswegs, doch wenigstens lässt sich damit einigermaßen (über)leben. Dabei gibt es allerdings im täglichen Betrieb einiges zu beachten.

Beide Anschlüsse sind wie erwähnt im USB-C-Format gefertigt, dem aktuellen Standard für Peripherie-Produkte, bei dem es aufgrund der Vorgaben der Europäischen Union wohl noch viele Jahre bleiben wird. Beide Anschlüsse befinden sich an der linken Seite des aufgeklappten Geräts. Die hintere USB-C-Buchse beherrscht USB 3 (also weder USB 3.1 noch 3.2 noch Thunderbolt 4 oder gar 5) mit bis zu 10 Gb/s. Der Port daneben kommt hingegen nur mit USB-2.0-Unterstützung, einem komplett veralteten Standard, der nur 480 Mb/s übermittelt (jeweils Bruttowerte).

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Man wird diesen Port also vermutlich vor allem zum Aufladen verwenden – oder für Geräte, die keinen hohen Datenbedarf haben, etwa Mäuse, Tastaturen oder Audiogeräte. Der USB-3-Anschluss ist auch der einzige der beiden Ports, an den man einen externen Bildschirm (DisplayPort via USB-C) anschließen kann. Maximal möglich ist hier ein Screen mit 4K bei 60 Hertz Bildwiederholfrequenz.

Damit Nutzer die Ports nicht verwechseln, hat Apple in macOS eine neue Funktion integriert, die beim Anschluss schnellerer Geräte an den USB-2.0-Port warnen. So vermeidet man etwa beim Anschluss externer SSDs eine extrem langsame Übertragungsgeschwindigkeit. Wer weitere Ports benötigt, muss sich ein Dock, Hub oder Dongle anschaffen. Hier gibt es eine große Auswahl unterschiedlichster Modelle, die etwa USB-A oder HDMI nachrüsten. Was hier geht und was nicht, müssen erste Tests zeigen. Es wäre jedoch Overkill, sich etwa ein Thunderbolt-5-Dock zu kaufen, weil die Geschwindigkeit sowieso nicht genutzt werden kann.

Der Grund für die eingeschränkte USB-C-Ausstattung dürfte im von Apple verwendeten iPhone-Chip A18 Pro zu finden sein. Immerhin geht hier allerdings mehr als beim iPhone: Dort ist lange USB 2.0 der Standard bei den günstigeren Modellen – selbst bei iPhone Air und iPhone 17.

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(bsc)