Teuer und mit Touch: Apple arbeitet angeblich am „MacBook Ultra“ für dieses Jahr

Nach dem Neo ist vor dem Ultra: Apple wird Bloomberg zufolge bis Herbst ein Nobel-Notebook auf den Markt bringen. Das Marketing steht vor einem Umbau.

vorlesen Druckansicht 22 Kommentare lesen
Aufgeklapptes MacBook

Ein neues MacBook – hier ein altes – wird wohl im Herbst aufgeklappt.

(Bild: Omar Tursic / Shutterstock.com)

Lesezeit: 3 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Apples Marketingabteilung macht Überstunden: Nach Erfindung des neuen Namens „MacBook Neo“ für das in dieser Woche auf den Markt kommende Einsteiger-Notebook steht nun offenbar auch die Einführung einer neuen Notebook-Oberklasse an. Das berichtet der üblicherweise gut informierte Bloomberg-Journalist Mark Gurman in seinem Newsletter vom Sonntag. Der mutmaßliche Name des für Herbst geplanten Geräts könnte „MacBook Ultra“ sein – als Abrundung der MacBook-Linie nach oben. Damit hätte Apple bald vier Notebook-Linien auf dem Markt: MacBook Neo, MacBook Air, MacBook Pro und MacBook Ultra.

Die neue Namensgebung würde Apple helfen, höhere Preise zu verlangen, ohne eine Preiserhöhung bei bestehenden Produktlinien vornehmen zu müssen: MacBook Pro mit M5 sowie die gerade neu vorgestellten Modelle mit M5 Pro und M5 Max könnten auf dem Markt bleiben, das Ultra hinzukommen. Gurman schränkt allerdings ein, dass es noch keine abschließende Entscheidung gibt. Es sei jedoch klar, dass Apple sich in gehobene Marktsphären begibt.

Videos by heise

Das Ultra soll sich dabei durch mehrere Neuerungen absetzen: Es ist das erste MacBook mit OLED-Bildschirm und angeblich auch der erste Mac mit Touchscreen als zusätzliche Bedienoption für macOS. Als Apple sein iPad 2024 erstmals mit OLED-Screens ausstattete, nutzte der Konzern die Hardware-Verbesserung dazu, die Preise um bis zu 25 Prozent zu erhöhen. Ähnlich könnte Apple auch beim Ultra agieren, zumal auch der Touchscreen als Besonderheit zur Absetzung von „normalen“ MacBooks dient. Beim iPad Pro kam es allerdings nicht zur Umbenennung, doch hatte Apple die bestehenden Geräte vollständig gegen OLED-Modelle ersetzt.

Andere Ultra-Produkte sind bei Apple in Planung, berichtet Gurman weiter. Das für Herbst geplante iPhone-Foldable werde ebenfalls in diesem Segment platziert – auch weil es mindestens 2000 US-Dollar kosten soll. Ob der Name wirklich umgesetzt wird, bleibt aber unklar – Apple könnte auch beim schlichten „Fold“ bleiben, wobei dies unter anderem von Samsung für Foldables verwendet wird. Gurman sieht weiterhin verbesserte AirPods etwa mit Kamera als mögliches neues Ultra-Produkt über den AirPods Pro – auch weil AirPods Max bereits von den Apple-Over-Ears „besetzt“ ist.

Aktuell nutzt Apple den Begriff in drei Bereichen: Bei der Apple Watch Ultra als Topmodell seiner Computeruhren, bei CarPlay Ultra als verbesserte iPhone-Fahrzeugintegration (die sich allerdings nur langsam durchsetzt) sowie beim M3 Ultra als Topmodell unter den Chips (der aber verwirrenderweise im Mac Studio mit dem M4 Max konkurriert). Insgesamt scheint Apples Strategie also künftig zu sein, möglichst breite Zielgruppen abzudecken: Vom Einsteigermodell MacBook Neo bis hoch zum MacBook Ultra. Die Bezeichnungen dürften zumindest anfangs für reichlich Nutzerverwirrung sorgen, besonders weil uns „Pro“ und „Max“ wohl erhalten bleiben, und „Air“ sicherlich auch. Schließlich gibt es auch immer wieder Berichte, dass Apple an einem noch schnelleren Ultra-Chip bastelt – als Zwillingschip unter der Bezeichnung „Extreme“.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

(bsc)