Apple-Hardwarechef zu CEO-Spekulationen: „Liebe den Job, den ich habe“
Im Rahmen der Vorstellung des MacBook Neo gab Apples oberster Hardware-Verantwortlicher auch ein Interview. Zu einer zentralen Frage blieb er wortkarg.
(Bild: Apple)
John Ternus, Apples Senior Vice President of Hardware Engineering, und damit oberster Hardware-Chef des Konzerns, hat erstmals zu Spekulationen Stellung bezogen, dass ihm der CEO-Posten beim iPhone-Hersteller angetragen werden soll. In einem TV-Interview anlässlich des Erscheinens des MacBook Neo sagte er, die gute Nachricht sei, dass er den Job liebe, den er bereits habe.
Die tollsten Leute der Welt
„Ich darf mit den tollsten Leuten der Welt zusammenarbeiten, und an Tagen wie heute, an denen wir all diese Produkte vorgestellt haben, ist das der beste Ort, an dem man sein kann“, so Ternus gegenüber dem US-Sender ABC. Auf die direkte Frage nach einem möglichen neuen Job ging er erwartungsgemäß nicht ein. Schon seit dem vergangenen Jahr hatte die Gerüchteküche immer wieder behauptet, Tim Cook stehe vor einem baldigen Abtritt.
In einem großen Artikel der Financial Times hieß es gar, der aktuelle CEO werde zwischen Januar und Juni 2026 den Posten verlassen. Andere Medien ruderten dann allerdings zurück. Geplant war demnach angeblich, dass er danach zum Chairman of the Board, also dem Verwaltungsratsvorsitzenden, wird, um seinen Nachfolger bei der Arbeit zu unterstützen. Cook war im vergangenen Jahr 65 Jahre alt geworden und füllt die CEO-Rolle im August seit 15 Jahren aus. Ternus ist Jahrgang 1975, also 50.
Videos by heise
Über Apple Intelligence nicht nachdenken
In dem ABC-Interview wurde Ternus auch über ein aktuelles Problem bei Apple befragt: den Rückstand im KI-Bereich, den das Unternehmen mit Hilfe von Googles Gemini einholen will. Er denke, Apple Intelligence werde „wachsen“ und die Dinge künftig „besser und einfacher“ machen. Ternus' Idee von KI ist demnach, dass man sie am besten gar nicht bemerke oder die User nicht darüber nachdenken müssten. „Die haben dann einfach eine neue Funktion, die sie mehr und mehr nutzen werden, weil sie ihnen wirklich gut gefällt.“
Ternus zufolge ist Apple stets darauf konzentriert, den Kunden die richtige Nutzererfahrung zu liefern. Wann das bei Apple Intelligence der Fall sein wird, bleibt unklar. Derzeit soll es noch innerhalb von iOS 26 erste Verbesserungen für Siri geben, doch einen echten KI-Durchbruch erwarten Beobachter nicht vor iOS 27 im Herbst.
(bsc)