Asus: Apples MacBook Neo schockt den gesamten Markt
Die Notebook-Welt hat offenbar nicht mit dem niedrigen Preis des MacBook Neo gerechnet. Die Windows-Welt will entgegensteuern.
(Bild: Andreas Wodrich / heise medien)
Apples MacBook Neo trifft andere Notebook-Hersteller unvorbereitet. Asus’ Finanzchef Nick Wu sprach in einer Analystenkonferenz ein bisschen aus dem Nähkästchen: „Angesichts der historischen Premium-Preise von Apple ist die Einführung eines so erschwinglichen Produkts sicherlich ein Schock für den gesamten Markt“, sagte er.
Alle Notebook-Hersteller, Microsoft und auch Zulieferer wie die Chipdesigner AMD und Intel nehmen die Vorstellung laut Wu „sehr ernst“. „Sie diskutieren ernsthaft darüber, wie sie mit dem Produkt konkurrieren können.“ Asus erwartet, dass viele Hersteller eigene Notebooks vorstellen werden, um gegen Apple anzukommen. Die Auswirkungen auf den Markt seien letztendlich schwer vorherzusagen. „Wir brauchen mehr Zeit“, meint Wu. Das vollständige Transkript stellt Seekingalpha bereit.
Apple bietet das MacBook Neo hierzulande zum Normalpreis ab 699 Euro an. Schüler und Studenten bekommen es mit Bildungsrabatt für 599 Euro. In den USA ist das Gerät noch günstiger: Die Education-Version kostet dort 499 US-Dollar, was hier inklusive Steuern knapp 515 Euro entspricht.
Dabei macht Apple keine großen Abstriche, die bei vergleichbar teuren Windows-Notebooks gängig sind. Das Display etwa ist hochauflösend und hell; das Gehäuse besteht aus Aluminium. Der geräuschlose Betrieb ohne Lüfter bei trotzdem passabler Prozessorleistung ist in dieser Preisklasse einzigartig.
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Kaum Konkurrenz vorhanden
Selbst wenn man im Preisvergleich die Produktfilter lockerer ansetzt, gibt es kaum Alternativen. Soll das Display mindestens Full HD (1920 × 1080 Pixel) darstellen und eine Helligkeit von 400 cd/m² schaffen und das Gerät maximal 1,3 kg wiegen, spuckt der Preisvergleich acht Windows-Notebooks unter 800 Euro aus. Vier davon sind Restbestände von Microsofts Surface Laptop 5 bei unbekannten Shops.
Die Marktbedingungen sind derweil denkbar schlecht für MacBook-Neo-Konkurrenten. Speicher ist derzeit teuer wie nie und Einstiegsprozessoren sollen in den nächsten Monaten teurer werden. Hersteller legen den Fokus lieber auf Oberklassegeräte mit besserer Marge, um Preissteigerungen abzufangen. Marktbeobachter erwarten daher das Ende von Einstiegs-Notebooks. Für gute 600-Euro-Geräte muss die Branche kreativ werden.
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(mma)