Sora soll in ChatGPT integriert werden

OpenAIs Sora soll künftig in ChatGPT verfügbar sein. Das könnte dem Videogenerator Aufwind verpassen – aber auch Kosten erzeugen.

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
ChatGPT-App auf einem Smartphone

(Bild: Tada Images / Shutterstock.com)

Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Bisher ist Sora eine eigenständige App und kann über die eigene Webseite erreicht werden. Nun soll der Videogenerator direkt in ChatGPT integriert werden. Das schreibt The Information.

Videos könnten dann genauso wie Bilder direkt im Chatinterface generiert werden. Das dürfte dem Videogenerator einen ordentlichen Auftrieb verschaffen. Bisher ist es so, dass Videos wenig viral gehen, also nicht sonderlich häufig von sich reden machen. Anders ist es bei Bildern, die mit GPT-4o via ChatGPT erstellt werden. Hier gibt es immer wieder Trends, nach den Porträts im Studio Ghibli Stil, etwa sich selbst in eine Actionfigur zu verwandeln. Allerdings macht Googles Nano Banana dem ChatGPT-Bildgenerator große Konkurrenz – viele halten ihn derzeit für besser.

Eine Integration von Sora könnte dazu führen, dass mehr Videos online auftauchen. Dazu gehören im Zweifel aber auch mehr Deepfakes oder andersweitig manipulative Inhalte. Dabei sind die Videos grundsätzlich mit einem Wasserzeichen versehen. Aber auch mit einem solchen hat es ein Sora-Video bereits in die Nachrichten des ZDF geschafft. Es folgten Aufregung und ein fragwürdiger Rauswurf.

Dass OpenAI eine Sora-Integration für ChatGPT plant, könnte laut The Information auch daran liegen, dass neben Google auch Anthropics Claude immer beliebter und damit zur größeren Konkurrenz wird. Während Anthropic einen Deal mit dem Pentagon ablehnte, weil das Unternehmen Claude nicht vollumfänglich für die militärische Nutzung freigeben wollte, sprang OpenAI ein und bot die eigenen Dienste an. Hierauf folgten Proteste und eine Bewegung, ChatGPT zu verlassen und stattdessen Claude zu nutzen. Claude kann jedoch weder fotorealistische Bilder noch Videos generieren.

Videos by heise

Ein weiterer Grund für die Integration könnten die Kosten und Abo-Modelle von ChatGPT sein. Die Einbindung eines Videogenerators könnte eine Preiserhöhung rechtfertigen. OpenAI steht grundsätzlich vor dem Problem, nicht ausreichend Einnahmen generieren zu können – für die Ausgaben. Bereits vor einem Jahr hieß es, ein 1000 Euro Monats-Abo könnte eingeführt werden.

(emw)