Perplexity baut „Personal Computer“ auf Mac-mini-Basis
Perplexity Computer nennt sich Perplexitys persönlicher Assistent. Der soll im OpenClaw-Stil nun auf den Mac kommen. Derzeit gibt es eine Warteliste.
Perplexity Personal Computer: Vom OpenClaw-Hype profitieren?
(Bild: Perplexity)
Perplexity AI holt eine Variante des Perplexity Computer, der bislang gesandboxt auf den Servern des KI-Unternehmens läuft, ins heimische Netzwerk: Mit dem „Personal Computer“ für den man einen Mac mini benötigt, wie Perplexity-CEO Aravind Srinivas auf X schrieb, sollen Nutzer ihren Rechner per Prompt steuern können. Das Ganze erinnert an OpenClaw (alias Clawdbot alias Moltbot), wobei hier die gesamte GUI übernommen werden soll – während man mit dem agentischen Chatbot, dessen Entwickler mittlerweile für OpenAI arbeitet, via Telegram, WhatsApp, Kommandozeile und Co. kommuniziert. Auch um OpenClaw hatte sich ein Mac-mini-Hype entwickelt: Im Silicon Valley oder China soll Apples kleinster und günstigster Desktop deshalb zwischenzeitlich ausverkauft gewesen sein.
Mac mini ferngesteuert
Perplexity Computer kann bisher mit 19 verschiedenen KI-Modellen unterschiedlicher Anbieter Coding-Aufgaben übernehmen, agentisch im Web surfen und vieles mehr – dabei wird im Rechenzentrum von Perplexity eine eigene Rechnerinstanz aufgemacht, wie man das auch schon von Claude-Computer-Use von Anthropic kennt. Perplexity Computer soll so schlau sein, für die jeweilige Aufgabe das korrekte Modell auszuwählen. In der Praxis kann so ein Workflow Stunden bis Wochen oder gar Monate laufen. Beispiele, die Perplexity genannt hat, sind etwa die Preisüberwachung eines Produkts oder das Erstellen von Aktienanalysen.
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In einem Video zu Personal Computer zeigt Perplexity unter anderem, wie das agentische KI-System, das eine „Ask me anything“-Eingabeleiste auf dem Desktop platziert, Slides für eine Präsentation zusammenstellt (inklusive Nachfragen) oder eine E-Mail an Kollegen vorbereitet. Auf einem Screen ist zu sehen, dass Personal Computer unter anderem den Finder, die Nachrichten-App, Slack oder die Notizen-App steuern kann. Antworten landen in einer eigenen Output-Oberfläche.
Max-Abo nötig, aber keine Flatrate
Perplexity zufolge lässt sich Personal Computer – ähnlich wie OpenClaw – auch fernsteuern. „Es ist ein dauerhafter digitaler Stellvertreter für Sie. Er befindet sich in einer sicheren Umgebung und kann von jedem Gerät und überall aus gesteuert werden.“ Man wolle lokale Anwendungen mit Perplexity Computer verschmelzen. Der Mac mini soll dabei dauerhaft laufen. Es soll auch einen Kill Switch geben, zudem habe jede Aktion dank Logging einen „full audit trail“. Personal Computer schlafe nie, so Srinivas. „Heute ist die KI der Computer. Er koordiniert Modelle, liest das Internet, nutzt Ihre Tools, schreibt den Code und erledigt die Arbeit."
Günstig ist Personal Computer nicht: Laut dem Unternehmen steht es nur für Nutzer des Perplexity-Max-Abos zur Verfügung, das 167 US-Dollar im Monat kostet. Enthalten sind darin 10.000 „Compute Credits“. Perplexity Computer zeigt an, wenn diese verbraucht werden. Wie viel Nutzung dabei herauskommt, ist unklar. Auch die Sicherheitsaspekte müssen, ähnlich wie bei OpenClaw, zunächst überprüft werden. Perplexity hat eine Warteliste geöffnet, auf die man sich eintragen kann.
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(bsc)