Formel 1: Apple soll mehr Zuseher haben als Sportsender
Apple hat sich ein Rechtepaket fĂĽr die Rennserie Formel 1 gekauft. Das nur in den USA verfĂĽgbare Programm wird offenbar mehr geschaut als vorher bei ESPN.
Röhrende Benzin-Hybrid-Motoren bei Apple.
(Bild: Apple)
Apples Aufkauf der Streaming-Übertragungsrechte der Formel 1 scheint sich gelohnt zu haben: Zumindest in der ersten Übertragungswoche schauten mehr Menschen zu, als von dem Konzern und der Formel 1 selbst erwartet. Beim Australian Grand Prix am 8. März haben nach nun vorliegenden Zahlen mehr Personen eingeschaltet als im vergangenen Jahr über den US-Sportsenderverbund ESPN (gehört mehrheitlich zu Disney). Laut Apple-Inhalte-Chef Eddy Cue habe man einen starken Start hingelegt. Zahlen für die zweite Runde in China (13. bis 15. März) liegen allerdings bisher nicht vor. Vom 27. bis 29. März geht es jetzt in Japan weiter.
Interesse seit Brad-Pitt-Film
Angaben, wie viele Apple-TV-Zuseher beim Grand Prix in Australien genau dabei waren, machte der iPhone-Konzern nicht. Im letzten Jahr lag der Durchschnitt bei ESPN bei 1,1 Millionen Zuschauern. Das Problem der Ausstrahlung ist stets, dass sie für US-Fans zu einer ungewöhnlichen Zeit kommt – spät in der Nacht. Interessant werden daher die 4. und 5. Runde in Miami (1. bis 3. Mai) und Kanada (22. bis 24. Mai), die beide in einer für amerikanische Zuschauer sinnvollen Zeitzone liegen. Apple soll viel Geld in die Technik investiert haben, die Rennen sind in 4K mit Dolby Vision zu sehen, es gibt Multiview, darunter auch Podiums- und Fahreransichten, sodass man sich seine eigene Sicht zusammenstellen können soll.
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Apple gelang es allerdings nur, die Übertragungsrechte für den Heimatmarkt zu sichern. In anderen Weltregionen läuft die Formel 1 über andere Kanäle. Apple interessiert sich insbesondere seit dem Erfolg mit dem Brad-Pitt-Film „F1“ für das Thema, der neue Rekorde bei Nutzung und Zuschauerzahl für Apple TV gebracht haben soll.
Apple-TV-Nutzer zahlen nicht extra
Lobenswert bei der Formel 1: Wer Apple TV für 12,99 US-Dollar (9,99 Euro in Europa) abonniert hat, bekommt Zugriff, die Übertragung kostet – zumindest in diesem Jahr – nichts extra. Die F1-TV-Premium-App, das direkte Angebot der Formel 1, ist in den USA weiterhin verfügbar, wird aber kostenlos offeriert, sofern man Apple TV abonniert hat.
Bei der Formel-1-Führung scheint man sich darüber zu freuen, Apple als Partner gewonnen zu haben. Man wolle durch die Zusammenarbeit sein Wachstumspotenzial in den USA „maximieren“, so Formel-1-Chef Stefano Domenicali.
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(bsc)