Perplexitys KI-Browser Comet schlägt auf iOS ein
Mit Verzögerung kommt Comet auf iPhones und iPads. Die KI soll sich für den Nutzer durchs Web klicken, greift dafür aber offenbar tief in die Trickkiste.
(Bild: Perplexity)
Comet ist jetzt für iOS und iPadOS verfügbar: Perplexitys KI-Browser lässt sich aus Apples App Store laden, wie der Anbieter mitteilte. Zu den Funktionen zählen „hybride Suchergebnisse“, die eine klassische Websuche um KI-Zusammenfassungen und Nachfragen erweitern. Zudem können Nutzer dem Browser im Sprachmodus Fragen zu offenen Tabs stellen – oder Informationen auf mehreren geöffneten Webseiten so auch direkt vergleichen. Die aus Perplexity und anderen Chatbots bekannten Recherchefunktionen sind ebenfalls mit an Bord.
Agentic Browser nur mit Workaround
Der Browser lässt sich mit der Desktop-Version von Comet synchronisieren, die seit Längerem für macOS und Windows erhältlich ist. Die App arbeitet auch als „persönlicher KI-Assistent“ und kann Aktionen für den Nutzer ausführen, verspricht der Anbieter. Dazu gehört etwa die Recherche im eigenen Terminkalender – vorausgesetzt, man gibt der App darauf Vollzugriff.
Videos by heise
Eine Besonderheit solcher KI-Browser ist, dass diese auch Aktionen im Web ausführen sollen, etwa die gewöhnlich nervige Suche nach Flügen. Auf iOS konnte Perplexity diese Agentic-Browser-Funktionen offenbar nur mit einem Workaround umsetzen: Weist man die App etwa an, bestimmte Produkte auf Amazon zu recherchieren und in den Warenkorb zu legen, weicht sie auf eine virtuelle Browser-Instanz in der Cloud aus. Dabei werden unter anderem die Cookies mit an die Perplexity-Cloud geschickt, wie Macstories das Prozedere unter Verweis auf einen Warndialog in der App beschreibt. Auf anderen Betriebssystemen klickt der KI-Assistent direkt im lokalen Browser, das konnte Perplexity möglicherweise durch Limitierungen in iOS nicht umsetzen.
Erweiterte Funktionen erfordern Perplexity-Abo
Wie alle anderen iOS-Browser auch, muss Comet im Unterbau auf Apples WebKit-Engine setzen. Der Browser ist kostenlos, erst ab 18 freigegeben und erfordert fĂĽr erweiterte KI-Funktionen ein Perplexity-Abo, das ab 22 Euro pro Monat kostet. Das schaltet unter anderem den Zugriff auf aktuelle KI-Modelle von OpenAI, Google und Anthropic frei.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
(lbe)