Microsoft SwiftKey: Zwang zum Microsoft-Konto für Backups kommt Ende Mai
Microsofts weit verbreitetes SwiftKey-Keyboard für Android und iOS erfordert für Backups bald ein Microsoft-Konto.
Swiftkey: Microsoft macht OneDrive für Backups zur Pflicht.
(Bild: Andreas Floemer / heise medien)
Nutzer, die ihre SwiftKey-Tastatur mit einem Google- oder Apple-Konto verbunden haben, werden derzeit per Mail darüber informiert, dass sie ihre App künftig mit einem Microsoft-Konto verknüpfen müssen. Andererseits gehen ihre in der Cloud gesicherten App-Daten flöten.
OneDrive statt Apple oder Google
Die seit 2016 zu Microsoft gehörende Software-Tastatur verzichtet ab diesem Frühjahr auf Anmeldungen über andere Anbieter wie Google und Apple. Das Unternehmen verlagert durch die ab Ende Mai verpflichtende Anmeldung über ein Microsoft-Konto die Nutzerdaten der App in seinen eigenen Cloud-Speicher OneDrive. Wie das Unternehmen auf seiner SwiftKey-Produktseite schreibt, wird der Umstieg auf die OneDrive-Sicherung schrittweise eingeführt und soll bis zum 31. Mai 2026 vollständig umgesetzt sein. Derzeit ist die Anmeldung auf einem Android-Smartphone noch mit Google-Konto möglich, wie wir heute ausprobiert haben.
Microsoft begründet den Umzug auf OneDrive mit seinem „Engagement für Datenschutz und Transparenz“. Durch die Verknüpfung mit einem persönlichen Cloudkonto können Nutzerinnen und Nutzer ihre Eingabedaten geräteübergreifend synchronisieren, einschließlich personalisierter Vorschläge für die Autokorrektur und Wörterbücher. Ebenso können so Themes gesichert werden.
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Wie Windows Central berichtet, hebe die Info-Mail von SwiftKey einen „verbesserten Datenschutz“ sowie die Möglichkeit hervor, Microsoft-Rewards-Punkte zu sammeln, die beispielsweise für Spenden für wohltätige Zwecke oder Rabatte auf Xbox-Spiele verwendet werden können. Zudem soll die Nutzung vereinfacht werden, indem Nutzer dieselben Anmeldeinformationen verwenden könnten, die man bereits für andere Microsoft-Apps und -Dienste nutze.
Auch ohne Konto nutzbar
Wenn man mit der SwiftKey-App noch vor Ende Mai zu einem Microsoft-Konto wechselt oder sich mit einem Microsoft-Konto bei SwiftKey anmeldet, muss man nichts weiter unternehmen. Die Daten von Nutzern mit Microsoft-Konto werden automatisch auf OneDrive gesichert.
Wenn Nutzer SwiftKey nicht mit einem Microsoft-Konto verknüpfen und die Backup-&-Sync-Funktion von OneDrive nicht aktivieren wollen, bleiben die Daten laut Microsoft lokal auf dem Gerät gespeichert. Man könne SwiftKey so weiterhin normal verwenden, die Daten werden jedoch nicht geräteübergreifend synchronisiert, erklärt der Konzern.
SwiftKey erfreut sich den Downloadzahlen in Googles Play Store zufolge nach wie vor großer Beliebtheit. Die Tastatur wurde aus dem Play Store mehr als eine Milliarde Mal heruntergeladen. In Apples App Store hat die App eine Bewertung von 4,6 von 5 Sternen. Die App für Apples Ökosystem stand im Jahr 2022 übrigens kurzzeitig vor dem Aus, doch Microsoft hatte sich wenige Monate später umentschieden und sie mit neuen Funktionen zurückgebracht. Teile des Software-Keyboards befinden sich auch in Microsofts Onscreen-Keyboard von Windows.
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(afl)